Clenbuterol ist ein β2-Sympathomimetikum mit langer Wirkdauer bis 14 h. Es bewirkt eine Relaxation der glatten Muskulatur der Bronchien und Blutgefäße sowie der Uterusmuskulatur. Bei höheren Dosierungen kommt es auch zu einer Stimulation der β1-Rezeptoren. Es wird oral verwendet und ist plazentagängig.
Symptomatische Behandlung chronisch obstruktiver Atemwegserkrankungen mit reversibler Atemwegsverengung, wie z.B. Asthma bronchiale (als Zusatztherapie) oder chronisch obstruktiver Bronchitis.
Spiropent® und andere.
Erfahrungsumfang: GERING
Für die inhalative Anwendung von β2-Sympathomimetika gibt es bisher keinen Verdacht auf ein relevantes teratogenes Risiko. Systematische Studien zur Anwendung von Clenbuterol im 1. Trimenon liegen allerdings nicht vor und auch die Daten zu systemischen Therapien mit β2-Sympathomimetika im 1. Trimenon sind begrenzt.
Bislang gibt es keine Berichte über unerwünschte Auswirkungen auf den Feten; allerdings liegen keine systematischen Studien vor und die Markterfahrung ist begrenzt. Da bei Clenbuterol eine systemische Therapie erfolgt, sind maternale und fetale Nebenwirkungen wie z.B. eine Veränderung der Herzfrequenz zu bedenken. Bei Einnahme gegen Ende der Schwangerschaft kann es zudem zu einer tokolytischen Wirkung kommen.
Die Behandlung mit Clenbuterol und oralen β2-Sympathomimetika gehört nicht zur Asthma-Standardtherapie. Entsprechend der Asthma-Stufentherapie kann die Verwendung von inhalativen β2‑Sympathomimetika in der Schwangerschaft erfolgen, siehe auch Asthma bronchiale.
Keine. Am Ende der Schwangerschaft muss ein wehenhemmender Effekt bedacht werden.
Ist ein langwirksames β2-Sympathomimetikum notwendig, sollten die besser untersuchten, inhalativ verabreichten Wirkstoffe Salmeterol und Formoterol bevorzugt werden. Die Therapie mit langwirksamen β2‑Sympathomimetika erfolgt beim Asthma bronchiale in Kombination mit einem inhalativen Kortikosteroid (engl. ICS).
Es liegen keine publizierten Erfahrungen zur Anwendung von Clenbuterol in der Stillzeit vor.
HWZ: 34 h; molare Masse: 277 g/mol; orale Bioverfügbarkeit: 100%.
Symptome bei gestillten Säuglingen wurden bisher nicht beschrieben.
Die orale Behandlung mit β2-Sympathomimetika gehört nicht zur Asthma-Standardtherapie und sollte auch in der Stillzeit nicht erfolgen. Entsprechend der Asthma-Stufentherapie können inhalative β2-Sympathomimetika verwendet werden. Ist ein lang wirksames β2-Sympathomimetikum indiziert, sollte Formoterol oder Salmeterol eingesetzt werden.
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