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Gastritis

Bei der Gastritis handelt es sich um eine Entzündung der Magenschleimhaut. Es wird eine akute und eine chronische Verlaufsform unterschieden. Eine akute Gastritis wird häufig durch exogene Noxen oder Stress ausgelöst und heilt mit konservativen Maßnahmen häufig spontan ab.

Die chronische Gastritis ist eine histologisch definierte Erkrankung und kann nur durch eine Endoskopie diagnostiziert werden. Aufgrund von histologischen und ätiologischen Kriterien werden folgende Formen unterschieden:

  • Typ A: Autoimmungastritis, bei der es aufgrund von Antikörpern zu einem Mangel des sog. intrinsic factors kommt, was mit einem Vitamin B12-Mangel und einer perniziösen Anämie einhergehen kann
  • Typ B: Bakterielle Gastritis, verursacht durch eine Infektion mit Helicobacter pylori
  • Typ C: Chemische Gastritis, z. B. durch Gallereflux oder nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen verursacht

Besonderheiten einer Therapie in der Schwangerschaft

Die Verwendung von Protonenpumpeninhibitoren ist in der gesamten Schwangerschaft möglich. Omeprazol ist das in der Schwangerschaft am besten untersuchte Mittel aus dieser Substanzklasse. Pantoprazol kann ebenfalls verwendet werden.

Zur kurzzeitigen symptomatischen Therapie von säurebedingten Magenbeschwerden ist der Einsatz von Antazida möglich. Bei Ulcera kann auch Sucralfat zur Schleimhautprotektion in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Falls notwendig, ist supportiv auch eine Therapie mit Antiemetika möglich. Für die Schwangerschaft geeignet sind gut untersuchte Substanzen aus der Gruppe der Antihistaminika wie Doxylamin.

Bei einer chronischen Typ A Gastritis mit perniziöser Anämie sollte auch während der Schwangerschaft die parenterale Gabe von Vitamin B12 erfolgen. Eine Typ B Gastritis kann auch in der Schwangerschaft behandelt werden.

Zur Abklärung von unklaren Oberbauchbeschwerden kann in allen Phasen der Schwangerschaft eine Ösophago-Gastro-Duodenoskopie einschließlich der üblichen Prämedikation durchgeführt werden.

Mittel der Wahl

Die Protonenpumpenhemmer Omeprazol und Pantoprazol können in der gesamten Schwangerschaft verwendet werden. Zur kurzzeitigen symptomatischen Therapie von säurebedingten Magenbeschwerden ist auch der Einsatz von Antazida möglich.

Zur Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion: siehe Helicobacter-pylori-Erkrankung.


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