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Sucralfat

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Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Sucralfat ist ein basisches Aluminium-Saccharose-Sulfat, das die Magenschleimhaut lokal durch Bildung einer Schutzschicht aus Sucralfat-Protein-Komplexen sowie Bindung von Pepsin und Gallensäuren schützt. Sucralfat wird praktisch nicht resorbiert.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Zur Behandlung des Ulcus ventriculi oder duodeni.

  • Produktnamen

    Sucrabest®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon

Teratogene Effekte sind bisher nicht bekannt geworden und werden aufgrund der geringen Resorption auch nicht erwartet. In einer Fall-Kontroll-Studie zeigte sich kein Hinweis auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch die medikamentöse Behandlung von Ulcuserkrankungen, die u.a. auch wenige Behandlungen mit Sucralfat beinhaltete. In einer kleinen Auswertung amerikanischer Versicherungsdaten ergab sich bei 183 Neugeboren, deren Mütter im 1.Trimenon Sucralfat eingenommen hatten, ebenfalls kein Hinweis auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Prospektive Studien zur Sicherheit im 1.Trimenon liegen allerdings nicht vor.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Fetotoxische Effekte nach Einnahme von Sucralfat in normaler Dosierung wurden bisher nicht beschrieben. Systemische Wirkungen von Aluminium sind aufgrund der geringen Resorption bei indikationsgerechter Anwendung unwahrscheinlich.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Sucralfat kann in der Schwangerschaft kurzzeitig in üblicher Dosierung eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft

Keine.

Besser geeignete Alternativen

Je nach Indikation und Therapiedauer können auch Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol oder Pantoprazol in der Schwangerschaft verwendet werden.

Stillzeit

Systematische Untersuchungen zur Stillzeit liegen nicht vor.

Pharmakokinetik

Molare Masse: 1578 g/mol;

Klinik

Über Symptome bei gestillten Säuglingen wurde bisher nicht berichtet und sie sind aufgrund der geringen Resorption auch nicht zu erwarten.

Empfehlung

Sucralfat kann indikationsgerecht in der Stillzeit eingesetzt werden.


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