Magaldrat ist ein Antazidum mit Schichtgitterstruktur und enthält Aluminium- und Magnesiumhydroxid. Es neutralisiert die Magensäure und wird nicht aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die Resorption von Aluminium- und Magnesiumionen ist allenfalls in sehr geringen Mengen möglich. Die gleichzeitige Einnahme von aluminiumhaltigen Antazida mit säurehaltigen Getränken kann die intestinale Aluminiumresorption erhöhen und sollte deshalb vermieden werden.
- Indikation (Anwendungsgebiet)
Zur symptomatischen Therapie von Sodbrennen, säurebedingten Magenbeschwerden und Ulcus ventriculi/duodeni.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH für Antazida allgemein
1. Trimenon
Teratogene Effekte sind bei verbreiteter Anwendung von Antazida in der Schwangerschaft bisher nicht bekannt geworden und werden aufgrund der geringen Resorption auch nicht erwartet. Auch in einigen Fall-Kontroll-Studien zu säurebedingten Magenbeschwerden in der Schwangerschaft ergab sich kein Hinweis für ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch die Anwendung von aluminium- und magnesiumhaltigen Antazida. Systematische Studien zur Anwendung von Magaldrat im 1. Trimenon liegen allerdings nicht vor.
2.-3. Trimenon / Perinatal
Fetotoxische Effekte wurden bei der Einnahme von Antacida in üblicher Dosierung nicht berichtet. Systemische Wirkungen von Aluminium sind aufgrund der geringen Resorption bei indikationsgerechter Anwendung unwahrscheinlich. Dies untermauert auch eine aktuelle Studie bei der nach Einmalgabe von Magaldrat bei gesunden Frauen keine Resorption von Aluminium nachgewiesen werden konnte.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie
Magaldrat kann in der Schwangerschaft kurzzeitig in üblicher Dosierung eingesetzt werden. Siehe auch Antazida.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft
Keine.
Besser geeignete Alternativen
Je nach Indikation und Therapiedauer können auch Protonenpumpeninhibitoren wie Omeprazol oder Pantoprazol in der Schwangerschaft verwendet werden.
Stillzeit
Systematische Untersuchungen zur Stillzeit liegen nicht vor.
Pharmakokinetik
Molare Masse: 1115 g/mol; geringgradige Resorption von Aluminium- und Magnesiumionen möglich.
Klinik
Über Symptome bei gestillten Säuglingen wurde bisher nicht berichtet und sie sind aufgrund der geringen Resorption auch nicht zu erwarten.
Empfehlung
Magaldrat darf indikationsgerecht in der Stillzeit eingesetzt werden.
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