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Budesonid

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Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Budesonid ist ein synthetisches Glucocorticoid mit hoher lokaler Corticoidwirkung und antientzündlicher, antiallergischer, antiexsudativer und antiödematöser Aktivität. Es gibt inhalative, nasale, orale und rektale Darreichungsformen. Nach oraler Applikation beträgt die systemische Verfügbarkeit etwa 9-10%, nach rektaler 13-15% und nach inhalativer Therapie in etwa 37%. Die Plasmaspiegel nach inhalativer und nasaler Anwendung sind deutlich niedriger als die nach oraler oder rektaler Therapie. Budesonid wird in der Plazenta nicht durch die 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase enzymatisch inaktiviert, so dass der systemisch verfügbare Anteil ungehindert die Plazenta passiert.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: SEHR HOCH

1. Trimenon

Die Anwendung von Budesonid in der Schwangerschaft ist in vielen Studien unterschiedlichen Designs untersucht worden. Insgesamt ergeben sich daraus keine Hinweise auf Teratogenität. Zur inhalativen Anwendung liegen die meisten publizierten Erfahrungen vor. Weder wurden ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko noch ein vermindertes Geburtsgewicht oder eine erhöhte Frühgeborenenrate beobachtet. Auch nach nasaler Applikation konnte kein statistisch signifikantes Fehlbildungsrisiko ermittelt werden. Zur oralen und rektalen Budesonid-Therapie liegen nur wenige publizierte Erfahrungen vor. Wegen der geringen systemischen Verfügbarkeit, der Erfahrung mit der inhalativen Budesonid Anwendung sowie mit anderen Glucocorticoiden ist ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko auch bei diesen Darreichungsformen nicht zu erwarten.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Ein fetotoxisches Risiko ist bisher nicht beobachtet worden. Nach einer langfristigen Therapie sind weder Auswirkungen auf das Gestationsalter bei Entbindung noch auf das Geburtsgewicht beobachtet worden.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Budesonid kann inhalativ im Rahmen des Asthmatherapie-Stufenplans, als Nasenspray bei allergischer Rhinitis oder oral bzw. rektal zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen sowohl bei Planung als auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft

keine.

Besser geeignete Alternativen

Keine. Siehe auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Stillzeit

Es liegen publizierte Erfahrungen zu 8 Mutter-Kind-Paaren vor.

Pharmakokinetik

HWZ: 2 – 4 h; Proteinbindung: 85-90%; molare Masse: 430; relative Dosis: <0,3%; M/P Quotient 0,46.

Klinik

Es gibt keine Berichte über Symptome beim gestillten Säugling. Nach inhalativer Budesonid-Therapie der Mutter lag der Serumspiegel bei voll gestillten Säuglingen unter der Nachweisgrenze.

Empfehlung

Budesonid kann inhalativ, nasal oder auch rektal/oral in der Stillzeit angewendet werden.


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