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Penicillin G

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Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Penicillin G gehört zur Klasse der Betalactam-Antibiotika. Diese wirken durch die Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese bakterizid. Penicillin G ist nicht säurestabil und muss daher parenteral verabreicht werden. Penicilline sind plazentagängig.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH für Penicillin G, SEHR HOCH für Penicilline insgesamt.

1. Trimenon

Die Penicilline sind mit mehreren zehntausend dokumentierten Schwangerschaftsverläufen sehr gut untersucht und gehören zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft. Speziell zu Penicillin G, einem der ältesten Vertreter der Wirkstoffklasse, liegen einige Publikationen vor. Meist handelt es sich um kleinere Fall-Kontroll-Studien. Diese zeigen in der Gesamtschau keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungs- oder Spontanabortrisiko durch Exposition gegenüber Penicillin G im 1. Trimenon.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Auch wenn große, systematische Studien weitestgehend fehlen, haben sich aus dem vielfachen Einsatz von Penicillin G in der Schwangerschaft bei langjähriger Markterfahrung keine Hinweise auf ein fetotoxisches Risiko ergeben.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Penicillin G gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft

Keine.

Besser geeignete Alternativen

Keine.

Stillzeit

Die Angaben zum Übergang in die Muttermilch beruhen auf Messungen bei rund 40 Müttern. Es liegen keine publizierten Erfahrungen zur Auswirkung auf gestillte Kinder vor.

Pharmakokinetik

HWZ: 30 – 40 Min.; Proteinbindung: 45 – 65%; molare Masse: 334 g/mol; relative Dosis: < 1%; M/P-Quotient: < 1; orale Bioverfügbarkeit: 15 – 30%.

Klinik

Langjährige Markterfahrung und der geringe Übergang in die Muttermilch sprechen gegen ein Risiko für unter Penicillin G gestillte Kinder. Die mögliche therapeutische Anwendung von Penicillinen beim Säugling spricht ebenfalls für eine gute Stillverträglichkeit. Gelegentlich hat eine Antibiotika-Therapie der Mutter beim gestillten Säugling Auswirkungen auf das kindliche Mikrobiom und kann beispielsweise zu vorübergehendem Durchfall oder Soor führen.

Empfehlung

Penicillin G gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Stillzeit.


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