Cefixim ist ein Cephalosporin aus der Klasse der Betalactam-Antibiotika. Diese wirken durch die Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese bakterizid. Nach Empfehlung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft zählt Cefixim zu den oral applizierbaren Cephalosporinen der Gruppe 3a. Cephalosporine sind plazentagängig.
- Indikation (Anwendungsgebiet)
- Produktnamen
Infectoopticef® und andere.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: GERING für Cefixim, HOCH für Cephalosporine insgesamt.
1. Trimenon
Es liegen kaum hochwertigen Publikationen vor, die den Einsatz von Cefixim im 1. Trimenon systematisch untersuchen. Nach langer Marktpräsenz haben sich aber keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungs- oder Spontanabortrisiko ergeben.
Die Cephalosporine als Wirkstoffgruppe sind mit mehreren hundert dokumentierten Schwangerschaftsverläufen gut untersucht und gehören zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft. Die meisten publizierten Daten liegen zu Cefalexin und Cefuroxim vor.
2.-3. Trimenon / Perinatal
Die Erfahrungen aus den bisher begrenzten publizierten Daten und der langjährigen Marktpräsenz sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko durch Cefixim.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie
Bei entsprechendem Keimspektrum kann Cefixim in allen Phasen der Schwangerschaft eingesetzt werden.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft
Keine.
Besser geeignete Alternativen
Keine.
Stillzeit
Es liegen keine publizierten Erfahrungen zum Stillen unter Cefixim-Behandlung vor.
Pharmakokinetik
HWZ: 3 – 4 h; Proteinbindung: etwa 70%; molare Masse: 453 g/mol; orale Bioverfügbarkeit: 30 – 50%.
Klinik
Auch wenn publizierte Daten zu Cefixim fehlen, haben sich bislang für die Cephalosporine insgesamt keine Hinweise auf Risiken für exponierte Stillkinder ergeben. Auch der therapeutische Einsatz dieser Wirkstoffgruppe im Säuglingsalter spricht für eine gute Stillverträglichkeit. Gelegentlich hat eine Antibiotika-Therapie der Mutter beim gestillten Säugling Auswirkungen auf das kindliche Mikrobiom und kann beispielsweise zu vorübergehendem Durchfall oder Soor führen.
Empfehlung
Bei entsprechendem Keimspektrum kann Cefixim in der Stillzeit eingesetzt werden.
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