Cefalexin ist ein Cephalosporin aus der Klasse der Betalactam-Antibiotika. Diese wirken durch die Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese bakterizid. Nach Empfehlung der Paul-Ehrlich-Gesellschaft zählt Cefalexin zu den oral applizierbaren Cephalosporinen der Gruppe 1. Cephalosporine sind plazentagängig.
- Indikation (Anwendungsgebiet)
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: MITTEL für Cefalexin, HOCH für Cephalosporine insgesamt.
1. Trimenon
Eine Fall-Kontroll-Studie mit mehreren hundert Cephalosporin-exponierten Schwangerschaften aus dem ungarischen Fehlbildungsregister zeigte keine erhöhte Fehlbildungsrate nach Anwendung dieser Antibiotikagruppe. Cefalexin war das am häufigsten eingesetzte Cephalosporin. Prospektiv erhobene Daten fehlen zwar weitestgehend, nach langer Markterfahrung haben sich aber keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungs- oder Spontanabortrisiko durch Cefalexin ergeben. Cephalosporine gehören zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft.
2.-3. Trimenon / Perinatal
Die Erfahrungen aus den bisher publizierten Studien und der langjährigen Marktpräsenz sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko durch Cefalexin.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie
Bei entsprechendem Keimspektrum kann Cefalexin in allen Phasen der Schwangerschaft eingesetzt werden.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft
Keine.
Besser geeignete Alternativen
Keine.
Stillzeit
Die Angaben zum Übergang in die Muttermilch beruhen auf Messungen bei neun Müttern, wobei die Bestimmung der Wirkstoffkonzentration in den meisten Fällen nach Einmaldosis erfolgte. Publizierte Daten zu Auswirkungen auf die gestillten Kinder liegen zu 20 Säuglingen vor.
Pharmakokinetik
HWZ: etwa 1 h; Proteinbindung:6 – 15%; molare Masse: 347 g/mol; relative Dosis: etwa 0,5 – 1,5%; M/P-Quotient: < 1; orale Bioverfügbarkeit: über 90%.
Klinik
Die meisten unter Cefalexin gestillten Kinder haben keine Symptome. Auch der therapeutische Einsatz von Cephalosporinen im Säuglingsalter spricht für eine gute Stillverträglichkeit. Gelegentlich hat eine Antibiotika-Therapie der Mutter beim gestillten Säugling Auswirkungen auf das kindliche Mikrobiom und kann beispielsweise zu vorübergehendem Durchfall oder Soor führen.
Empfehlung
Bei entsprechendem Keimspektrum kann Cefalexin in der Stillzeit eingesetzt werden.
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