Eletriptan
Wie alle Triptane wirkt Eletriptan als selektiver Agonist am 5-HT1-Rezeptor. Im Bereich der harten Hirnhaut führt es unter anderem zur Vasokonstriktion und hemmt die Freisetzung entzündungsfördernder Neuropeptide. Eletriptan gibt es als Tablette zur oralen Anwendung.
- Indikation (Anwendungsgebiet)
Akute Migränekopfschmerzen.
- Produktnamen
Relpax® und andere.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: MITTEL
1. Trimenon
Mehr als 5.000 Schwangerschaftsverläufe wurden in verschiedenen Studien sowie im Herstellerregister für die Gesamtgruppe der Triptane ausgewertet, wovon sich über 200 aus drei verschiedenen Studien auf Eletriptan beziehen.
Für die gut untersuchte Gruppe der Triptane wurde kein erhöhtes Gesamtfehlbildungsrisiko beobachtet und auch Eletriptan scheint insgesamt nicht mit einem erhöhten Risiko assoziiert zu sein. Auch deuten die bisherigen Studienergebnisse nicht auf ein relevant erhöhtes Risiko für Spontanaborte nach Triptan-Exposition hin.
2.-3. Trimenon / Perinatal
Die Erfahrungen zur Anwendung von Triptanen im 2. und 3. Trimenon sind geringer und beziehen sich auf knapp 3.500 beobachtete Schwangerschaftsverläufe, davon ca. 220 nach Eletriptan-Exposition. Die Daten sind nicht ausreichend, um spezifische Risiken differenziert zu bewerten. Insgesamt jedoch scheint die Anwendung von Eletriptan weder mit einem relevant erhöhten fetotoxischen Risiko verbunden zu sein, noch scheint das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöht zu sein.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie
Das für die Schwangerschaft besser untersuchte Sumatriptan ist aus der Gruppe der Triptane zu bevorzugen.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft
Keine.
Bitte nehmen Sie für eine individuelle Beratung mit uns Kontakt auf.
Besser geeignete Alternativen
Ibuprofen, das allerdings nur maximal bis zur 28. Schwangerschaftswoche wegen des Risikos eines vorzeitigen Verschlusses des Ductus arteriosus Botalli eingenommen werden darf. Bei individuell gegebener Wirksamkeit auch Paracetamol. Aus der Gruppe der Triptane Sumatriptan.
Stillzeit
Die Erfahrungen stützen sich auf pharmakokinetische Untersuchungen der Muttermilch bei elf Stillenden mit Eletriptan-Exposition.
Pharmakokinetik
HWZ: 4 h; Proteinbindung: 85%; molare Masse: 382,5 g/mol; relative Dosis: 0,6%; orale Bioverfügbarkeit: 50%.
Klinik
Es liegen keine publizierten Erfahrungen zur Auswirkung von Eletriptan auf gestillte Kinder vor. Bisher wurde nicht über unerwünschte Effekte bei gestillten Kindern berichtet. Aufgrund der geringen relativen kindlichen Dosis sind diese bei den üblichen Einzeldosen auch nicht zu erwarten. Bei Stillenden selbst gibt es Berichte über Schmerzen der Brust und Brustwarzen und über eine verringerte Milchproduktion nach Anwendung von Triptanen.
Empfehlung
Zu den Analgetika der Wahl während der Stillzeit gehören Ibuprofen und Paracetamol. Bei unzureichender Wirksamkeit kann Sumatriptan zur Behandlung akuter Migräneattacken eingesetzt werden. Bei individuell besserer Wirksamkeit oder Verträglichkeit erscheinen auch Einzeldosen von Eletriptan akzeptabel.
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