Penicillin V gehört zur Klasse der Betalactam-Antibiotika. Diese wirken durch die Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese bakterizid. Penicillin V ist säurestabil und wird oral eingenommen. Penicilline sind plazentagängig.
- Indikation (Anwendungsgebiet)
- Synonyme
Phenoxymethylpenicillin
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH für Penicillin V, SEHR HOCH für Penicilline insgesamt.
1. Trimenon
Zu Penicillin V liegen Publikationen mit insgesamt über 1.500 im 1. Trimenon exponierten Schwangerschaften vor. Für die Gesamtgruppe der Penicilline sind es mehrere zehntausend Schwangerschaftsverläufe. In der Gesamtschau ergeben sich aus den vorliegenden Daten keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko durch Penicillin V und andere Penicilline.
2.-3. Trimenon / Perinatal
Bisher publizierte Beobachtungen und die langjährige Markterfahrung sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko durch Penicillin V.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie
Penicillin V gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft
Keine.
Besser geeignete Alternativen
Keine.
Stillzeit
Die Angaben zum Übergang in die Muttermilch beruhen auf Messungen bei 16 Müttern. Publizierte Daten zu Auswirkungen auf die gestillten Kinder liegen zu zwölf Säuglingen vor.
Pharmakokinetik
HWZ: 30 – 60 min; Proteinbindung: 60 – 90%; molare Masse: 350 g/mol; relative Dosis : < 1%; orale Bioverfügbarkeit: etwa 60%.
Klinik
Die meisten unter Penicillin V gestillten Kinder haben keine Symptome. Die mögliche therapeutische Anwendung von Penicillinen beim Säugling spricht ebenfalls für eine gute Stillverträglichkeit. Gelegentlich hat eine Antibiotika-Therapie der Mutter beim gestillten Säugling Auswirkungen auf die kindliche Darmflora und kann zum Beispiel zu vorübergehendem Durchfall oder Soor führen.
Empfehlung
Penicillin V gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Stillzeit.
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