Impfstoffe
Infektionskrankheiten können in der Schwangerschaft sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim ungeborenen Kind zu Komplikationen führen. Einige Infektionen sind durch Impfungen vermeidbar bzw. können in ihrem Verlauf abgemildert werden. Daher sollte bereits bei bestehendem Kinderwunsch der Impfstatus überprüft werden und fehlende Impfungen möglichst vor Eintritt einer Schwangerschaft nachgeholt werden.
Weiterführende und detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Webseiten des Robert Koch-Instituts sowie der Informationsplattform des Berufsverbandes der Frauenärzte (Frauenärzte im Netz).
- Indikation (Anwendungsgebiet)
Schutz vor Infektionskrankheiten.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: Abhängig vom jeweiligen Impfstoff.
1. Trimenon
Für die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe ist von einer hohen Sicherheit auszugehen. Negative Auswirkungen auf die embryonale Entwicklung sind nicht zu erwarten.
2.-3. Trimenon / Perinatal
Für die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe ist von einer hohen Sicherheit auszugehen.
Bestimmte Impfungen mit Totimpfstoffen, wie gegen Pertussis (Keuchhusten) und RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus), werden gezielt in dieser Schwangerschaftsphase verabreicht, um über den plazentaren Transfer von Antikörpern das Neugeborene vor schweren Infektionen zu schützen.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie
Bei Kinderwunsch sollte der Impfstatus überprüft und fehlende Impfungen sollten nachgeholt werden. Besonders wichtig ist ein vor Eintritt der Schwangerschaft bestehender Impfschutz gegen Röteln. Bei gegebener Indikation dürfen während der Schwangerschaft die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Totimpfstoffe angewendet werden. Impfungen mit Lebendimpfstoffen (z.B. der Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln) gelten in der Schwangerschaft als kontraindiziert.
Impfungen gegen saisonale Influenza (Grippe) und Pertussis (Keuchhusten) werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich in der Schwangerschaft empfohlen. Die Grippeimpfung soll schwere Krankheitsverläufe bei der Mutter verhindern, während die Pertussis-Impfung vorrangig dem Nestschutz des Neugeborenen dient, das in den ersten Lebensmonaten besonders gefährdet ist.
Wir verweisen auf die jeweils aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft
Bei erfolgter Anwendung eines für die Schwangerschaft kontraindizierten Impfstoffs kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung zur Bestätigung einer unauffälligen fetalen Entwicklung angeboten werden.
Besser geeignete Alternativen
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Stillzeit
Pharmakokinetik
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Klinik
Viele Impfstoffe sind bereits für Säuglinge von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und hinsichtlich ihrer Sicherheit gut untersucht. Bei diesen Impfungen ist auch bei mütterlicher Impfung in der Stillzeit nicht mit Risiken für den gestillten Säugling zu rechnen. In einzelnen Fällen wurde eine Enzephalitis bei gestillten Säuglingen nach mütterlicher Gelbfieber-Impfung berichtet.
Empfehlung
Die üblichen, in Deutschland empfohlenen und verwendeten Impfstoffe können auch stillenden Müttern verabreicht werden und erfordern keine Einschränkung des Stillens. Ausnahmen bestehen bei der Gelbfieber- und Dengue-Impfung.
Wir verweisen auf die jeweils aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
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