Wirkstoffe
Auswahlliste
Xylometazolin, ein Imidazolderivat, ist ein alpha-adrenerg wirkendes Sympathomimetikum, das meistens topisch in der Form von Nasentropfen angewendet wird. Es wirkt vasokonstriktorisch und bewirkt so ein Abschwellen der Schleimhäute. Gelegentlich wird Xylometazolin auch in Form von Augentropfen verwendet.
Indikation: Zum Abschwellen der Nasenschleimhaut, Rhinitis vasomotorica bzw. allergica. Symptomatische Therapie nicht erregerbedingter Bindehautentzündungen des Auges.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
1. Trimenon: Hinweise auf eine mögliche teratogene Wirkung haben sich auch bei weit verbreitetem Einsatz in der Schwangerschaft nicht ergeben und sind aufgrund der geringen resorbierten Menge auch nicht zu erwarten. In einer älteren Studie konnte bei den Kindern von 207 Frauen, denen im 1. Trimenon Xylometazolin verschrieben worden war, keine erhöhte Fehlbildungsrate nachgewiesen werden.
2.-3. Trimenon / Perinatal: Fetotoxische Effekte sind bei umfangreichem Einsatz in der Schwangerschaft bei normaler Dosierung nicht bekannt geworden. Bei wesentlich höherer Dosierung können systemische Wirkungen, wie z.B. eine Vasokonstriktion der Uterusgefäße und eine Minderperfusion der Plazenta mit Hypoxie und Bradykardie beim Feten, letztendlich nicht ausgeschlossen werden.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Eine indikationsgerechte Anwendung von Xylometazolin in therapeutischer Dosierung ist während der gesamten Schwangerschaft möglich. Dabei sollte die Anwendung nur über einige Tage erfolgen, um einer Gewöhnung und möglichen Schleimhautatrophie bei chronischer Anwendung vorzubeugen.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine, bei chronischem Abusus jedoch unbedingt Versuch der Entwöhnung ggf. mit (fach-)ärztlicher Unterstützung.
Besser erprobte Alternativen: Bei Rhinopathia gravidarum Kochsalzlösung, bei allergischen Erkrankungen gut untersuchte Antihistaminika.
Stillzeit
Pharmakokinetik: molare Masse: 280.
Klinik: Bei umfangreicher Anwendung in der Stillzeit wurden keine Symtpome bei gestillten Säuglingen berichtet. Daten zum Übergang in die Muttermilch liegen nicht vor, jedoch wird aufgrund der lokalen Anwendung und der geringen resorbierten Menge allenfalls mit einem geringen Übergang in die Muttermilch gerechnet.
Empfehlung: Xylometazolin kann bei entsprechender Indikation in üblicher Dosierung auch in der Stillzeit angewendet werden.
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