Guten Tag,
hier sind Sie auf der Informationsseite des Pharmakovigilanz*- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie. Als öffentlich gefördertes, unabhängiges Institut bieten wir seit 25 Jahren Ärztinnen und Ärzten sowie anderen im Gesundheitswesen Engagierten unabhängige Informationen zur Verträglichkeit der wichtigsten Medikamente und zur Behandlung häufig vorkommender Krankheiten bei Müttern und werdenden Müttern in Schwangerschaft und Stillzeit. Die Angaben auf dieser im Oktober 2008 neu eröffneten Internetseite beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Daten und stimmen nicht immer mit den Informationen überein, die Sie in den Produktinformationen, auf dem Beipackzettel und in der Roten Liste finden. Beim ersten Lesen beachten Sie bitte unbedingt unsere Hinweise, Haftungseinschränkung und Erläuterungen zur Nutzung unseres Internetportals; dies gilt auch für Laien

Informationen zur Grippe und deren Impfung finden Sie hier ebenfalls.

Die Datenbank wächst und deckt bei weitem nicht alle Medikamente ab. Wir haben mit denen begonnen, die uns am wichtigsten erschienen. Wir haben die relevanten wissenschaftlichen Daten so aufbereitet, dass die beiden folgenden Fragestellungen beantwortet werden können:
1) Darf das Medikament einer Schwangeren oder Stillenden verordnet werden?
2) Was ist zu tun, wenn die Schwangere oder Stillende das Medikament bereits eingenommen hat?

Ihre Meinung ist uns wichtig
Wir haben uns sorgfältig um die Erstellung der Inhalte und die technische Entwicklung bemüht und werden die Datenbank nach und nach erweitern. Das Ergebnis soll vor allen Dingen Sie, die BenutzerIn dieser Webseite, zufriedenstellen. Wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben, schreiben Sie uns bitte: meinung-embryotox[at]charite.de.

Wir helfen Ihnen und Sie helfen uns (und sich)
Zu vielen Medikamenten mangelt es an Erfahrungen, um differenziert das Risiko beurteilen zu können. Daher dokumentieren wir im Rahmen des so genannten Pharmakovigilanz-Netzwerkes des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Verlauf von Schwangerschaften, bei denen wir beratend tätig werden und werten diese Daten gemeinsam mit ähnlichen Zentren in anderen europäischen Ländern aus.
Da an Schwangeren aus ethischen Gründen keine randomisierten Studien durchgeführt werden, beruht unser Wissen auf klinischen Erfahrungen. Sie können durch Ihre aktive Mitarbeit dazu beitragen, die Kenntnisse zu den Risiken - aber auch zur Sicherheit von Medikamenten zu verbessern. Davon profitiert die Qualität dieser Internetseite und davon profitieren andere Schwangere und Stillende. Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen. Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.
Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.
Die Beratung ist kostenlos.

Spendenkonto: siehe unter Kontakt/Impressum

„Off-label“ und andere Probleme
Nicht selten ist man erheblich verunsichert, wenn medikamentös behandelt werden muss. Kurzgefasste Mitteilungen auf Beipackzetteln oder in der Roten Liste vermitteln häufig den Eindruck, dass die meisten Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwendet werden dürfen. Viele Ärzte und Apotheker betrachten diese Hinweise als rechtlich bindend und eine Behandlung mit solchen Medikamenten (Off-label-Use) als haftungsrechtlich problematisch.

Auch wenn die überwiegende Zahl der Medikamente unzureichend in der Schwangerschaft untersucht ist, muss man nicht befürchten, dass heute unerkannt Medikamente im Umlauf sind, die so stark schädigen wie vor 50 Jahren das Contergan (Thalidomid).

Auch Schwangere und Stillende müssen mit Arzneimitteln versorgt werden, denn unbehandelte Erkrankungen können sowohl die Mutter als auch das Kind gefährden. Aktuelle wissenschaftliche Daten erleichtern Entscheidungen und vermeiden

  • Therapieabbrüche
  • Fehlbildungen durch Medikamente
  • unnötige vorgeburtliche Diagnostik
  •  Abbrüche gewünschter und intakter Schwangerschaften
  • unnötiges Abstillen

Unser Internetprojekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit finanziert und ist unabhängig vom Einfluss von Arzneimittelfirmen oder anderen Interessengruppen. Unsere Internetseite nimmt keine Werbung oder kommerziellen Anzeigen auf. 


[* Die WHO definiert Pharmakovigilanz als alle Aktivitäten, die sich mit der Aufdeckung, Bewertung, dem Verstehen und der Prävention von Nebenwirkungen oder von anderen Arzneimittel-bezogenen Problemen befassen.]