Wirkstoffe
Auswahlliste
Cetirizin
- Cetalerg ®
- Ceterifug ®
- Ceti ®
- Cetiderm ®
- Cetilich ®
- Cetigamma ®
- Reactine ®
- Zetir ®
- Zyrtec ®
Cetirizin gehört zu den neueren, wenig sedierenden Antihistaminika und ist ein Metabolit des Hydroxyzin (Antihistaminikum der 1. Generation). Antihistaminika (H1-Blocker) hemmen die Wirkung von Histamin an den Histamin-Rezeptoren kompetitiv.
Indikation: Symptomatische Therapie der allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria, bei asthmoiden Zuständen allergischer Herkunft.
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH
1. Trimenon: In vier Studien mit über 1000 ausgewerteten Schwangerschaften konnten keine teratogenen Effekte nachgewiesen werden.
2.-3. Trimenon / Perinatal: Die bei einigen älteren Antihistaminika beschriebenen Entzugssymptome wie Zittrigkeit beim Neugeborenen nach langdauernder Therapie der Mutter bis zur Entbindung scheinen bei Cetirizin unwahrscheinlich zu sein.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Cetirizin kann in der Schwangerschaft eingenommen werden.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine
Besser erprobte Alternativen: Eventuell Loratadin, das besser untersucht ist. Wenn ein sedierender Effekt gewünscht ist, kann zum Beispiel auch Clemastin eingesetzt werden.
Stillzeit
Pharmakokinetik: HWZ: 9 h; Proteinbindung: 93%; molare Masse: 461; orale Bioverfügbarkeit: 70-100%.
Klinik: Bisherige Erfahrungen deuten nicht auf nennenswerte Unverträglichkeiten hin, jedoch liegen keine Daten zum Übergang in die Muttermilch beim Menschen vor. Bei länger dauernder Therapie mit Antihistaminika können Symptome wie Unruhe oder Sedierung beim gestillten Säugling nicht ausgeschlossen werden, erscheinen bei Cetirizin jedoch eher unwahrscheinlich.
Empfehlung: Cetirizin kann in der Stillzeit eingenommen werden.
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