Erläuterung zur "Ampel"

alpha-Methyldopa

Produktnamen:
  • Dopegyt ®
  • Presinol ®
  • und Generika

alpha-Methyldopa

Erläuterung zur "Ampel"

alpha-Methyldopa

Produktnamen:
  • Dopegyt ®
  • Presinol ®
  • und Generika

Methyldopa ist eines der ältesten Antihypertensiva und Mittel der 1. Wahl zur Langzeitbehandlung der chronischen Hypertonie in der Schwangerschaft. Alpha-Methyldopa ist gut plazentagängig, so dass die Konzentrationen im mütterlichen und fetalen Serum in etwa gleich sind.

Indikation: arterielle Hypertonie in der Schwangerschaft

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon: Eine 2017 publizierte prospektive Beobachtungsstudie mit 261 Schwangeren, die im 1. Trimenon Methyldopa eingenommen hatten, fand kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von 526 Schwangeren. Dieses Ergebnis bestätigt die bisherigen Erfahrungen, die auf der langen Markterfahrung und verbreiteten Anwendung in der Schwangerschaft beruhten sowie auf zwei kleineren prospektiven Studien mit 87 bzw. 14 Schwangerschaften. Darüber hinaus lagen unveröffentlichte Erfahrungen zu einer Gruppe von 242 im 1. Trimenon exponierten Kindern vor, bei denen weder Häufigkeit noch Art der angeborenen Fehlbildungen auffällig waren.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Methyldopa ist auch in der Fetalzeit gut verträglich. Neugeborene, deren Mütter langfristig oder in der späten Schwangerschaft mit Methyldopa behandelt wurden, können leicht verminderte systolische Blutdruckwerte (in den ersten 48 Stunden nach der Geburt 4–€œ5  mmHg niedriger) zeigen und selten vorübergehende Zittrigkeit und Übererregbarkeit. Langfristig waren jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder zu beobachten. In wenigen Einzelfällen sind bei Schwangeren hepatotoxische Effekte nach Methyldopa-Therapie aufgetreten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Alpha-Methyldopa ist Mittel der 1. Wahl zur Behandlung der chronischen Hypertonie in der Schwangerschaft.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: keine

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 2 h; Proteinbindung: bis 15%; molare Masse: 238; relative Dosis: <1% bis maximal 3,2%; M/P-Quotient: 0,2-0,5; orale Bioverfügbarkeit: ca. 25%.

Klinik: In ca. 15 publizierten Fallberichten wurden keine Symptome beim voll gestillten Säugling beschrieben. Methyldopa kann die Milchproduktion über eine vermehrte Prolaktinausschüttung anregen.

Empfehlung: Methyldopa gehört zu den Antihypertensiva der Wahl in der Stillzeit.

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