Refluxkrankheit
- Sodbrennen
Die gastroösophageale Refluxkrankheit (engl. gastroesophageal reflux disease = GERD) ist eine Erkrankung, bei der der Reflux von Mageninhalt störende Symptome und/oder Läsionen verursacht. Sie zählt zu den häufigsten Krankheiten des Gastrointestinaltrakts, ca. 20% der Bevölkerung der westlichen Industrieländer sind betroffen. Typische Refluxbeschwerden sind Sodbrennen und Regurgitation. Ursächlich ist häufig eine Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkters unklarer Genese. Aber auch sekundär kann es zu einer Insuffizienz kommen z.B. bei Adipositas oder in der Schwangerschaft. Der Reflux der Magensäure kann eine Refluxösophagitis verursachen; dies ist aber nur endoskopisch zu beurteilen.
Besonderheiten einer Therapie in der Schwangerschaft
Eine gastroösophageale Refluxkrankheit tritt bei etwa 30 – 50% der Schwangeren auf, das heißt wesentlicher häufiger als außerhalb der Schwangerschaft. Ein Auftreten ist prinzipiell in jedem Trimenon möglich, aber insbesondere im 3. Trimenon kommen Refluxbeschwerden aufgrund der physiologischen Veränderungen häufig vor.
Die Therapie in der Schwangerschaft ist oft symptomorientiert und erfolgt anhand einer Step-up Therapie. An erster Stelle stehen nicht-medikamentöse Allgemeinmaßnahmen. Zur vorübergehenden symptomatischen Therapie können Antazida verwendet werden. Neben Aluminium/Magnesium-haltigen Schichtgitter- und Calciumcarbonat-haltigen Antazida können auch Alginat-haltige Antazida-Kombinationen in der Schwangerschaft angewandt werden.
Auch Protonenpumpenhemmer können in der gesamten Schwangerschaft verordnet werden. Omeprazol ist das am besten untersuchte Mittel aus dieser Substanzklasse. Die Verwendung von Pantoprazol ist in der Schwangerschaft ebenfalls möglich.
Bei unklarem Beschwerdebild kann auch in der Schwangerschaft eine Ösophago-Gastro-Duodenoskopie mit üblicher Prämedikation durchgeführt werden.
Mittel der Wahl
Bei leichten Refluxbeschwerden können zur symptomatischen Therapie vorübergehend in üblicher Dosierung Antazida verwendet werden. Je nach Indikation und Therapiedauer können aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer Omeprazol oder Pantoprazol verwendet werden.
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