Gefördert durch

Sucralfat

grün
Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Sucralfat ist ein basisches Aluminium-Saccharose-Sulfat, das die Magenschleimhaut lokal durch Bildung einer Schutzschicht aus Sucralfat-Protein-Komplexen sowie Bindung von Pepsin und Gallensäuren schützt.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Zur Behandlung des Ulcus ventriculi oder duodeni.

  • Produktnamen

    Sucrabest®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH (für Antacida allgemein)

1. Trimenon

In einer kleineren Studie wurde bei 183 Neugeboren, deren Mütter im 1. Trimenon Sucralfat eingenommen hatten, kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nachgewiesen. Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft haben sich bei umfangreicher Anwendung nicht ergeben.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Fetotoxische Effekte nach Einnahme von Sucralfat in normaler Dosierung wurden bisher nicht beschrieben. Obwohl gelegentlich diskutiert wird, dass aus Antacida resorbiertes Aluminium zu funktionellen Störungen im Zentralnervensystem und in den Nieren des Fetus führen könnte, haben sich dafür klinisch bisher keine Hinweise ergeben. Systemische Wirkungen sind aufgrund geringer Resorptionsquoten von Aluminium aus den Antacida nicht zu erwarten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Sucralfat kann bei Bedarf während der Schwangerschaft eingenommen werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine (bei Anwendung in üblicher Dosierung).

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

molare Masse: 2087; orale Bioverfügbarkeit: sehr gering.

Klinik

Systematische Untersuchungen zur Stillzeit liegen nicht vor. Über Symptome bei gestillten Säuglingen wurde bisher nicht berichtet.

Empfehlung

Sucralfat gehört zu den Mitteln der Wahl in der Stillzeit und kann indikationsgerecht eingesetzt werden.


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