Gefördert durch

Ranitidin

grün
Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Ranitidin ist ein H2-Rezeptor-Antagonist, der die basale und die Histamin-stimulierte Säuresekretion des Magens hemmt. H2-Rezeptor-Antagonisten wirken durch eine kompetitive Hemmung der Wirkung des Histamins an den H2-Rezeptoren der Belegzellen der Magenschleimhaut. Ranitidin ist plazentagängig.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Therapie des Ulcus ventriculi und duodeni, Rezidivprophylaxe eines Ulcus, Zollinger-Ellison-Syndrom.

  • Produktnamen

    Zantic® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

Die in den letzten Jahren veröffentlichten Studien zu Ranitidin mit ca. 1000 im 1. Trimenon exponierten Schwangerschaften sprechen gegen ein teratogenes Potential beim Menschen.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Es gibt keine Hinweise auf fetotoxische Effekte.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Ranitidin darf in der Schwangerschaft verordnet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft

keine

Besser geeignete Alternativen

keine

Stillzeit

Es liegen publizierte Untersuchungen zu 6 Mutter-Kind-Paaren vor.

Pharmakokinetik

HWZ: 2 - 3 h; Proteinbindung: 15%; molare Masse: 314; relative Dosis: 2,53 - 9,14%; M/P-Quotient: 1,9 - 6,7; orale Bioverfügbarkeit: 50%.

Klinik

Ein stimulierender Effekt auf die Prolaktinproduktion wird diskutiert.Bezüglich des Übergangs in die Muttermilch scheinen große individuelle Unterschiede zu bestehen. Symptome bei den gestillten Säuglingen durch eine mütterliche Therapie sind bisher nicht beschrieben worden.

Empfehlung

Der Einsatz von Ranitidin in der Stillzeit ist akzeptabel. Bei medikamentöser Neueinstellung sollte jedoch Famotidin oder ein Protonenpumpenhemmer (Omeprazol, Pantoprazol) bevorzugt werden.


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