Gefördert durch

Pravastatin

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Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Pravastatin ist ein Inhibitor des Enzyms 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A (HMG-CoA-)-Reduktase, das für die Cholesterin-Biosynthese unerlässlich ist. Es gehört zu den hydrophilen Statinen und ist damit wahrscheinlich weniger gut plazentagängig als die lipophilen Statine.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Hypercholesterinämie, kardiovaskuläre Prävention.

  • Produktnamen

    Pravasin® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH (für die Gruppe der Statine)

1. Trimenon

Obwohl einige ältere Fallberichte/Fallserien unterschiedliche Fehlbildungen bei den exponierten Kindern beschreiben, scheint sich zusammengefasst keine Erhöhung des teratogenen Risikos oder der Spontanabortrate durch die Einnahme von Simvastatin im 1. Trimenon zu ergeben. Dies bestätigen neuere Reviews und Studien. Auch im Tierversuch wurden keine Auffälligkeiten beobachtet. Dennoch sollte eine Weiterführung der Therapie kritisch hinterfragt werden, da aus mütterlicher Sicht eine Unterbrechung der Therapie meist möglich ist.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Zur Anwendung von Pravastatin im 2./3. Trimenon und perinatal gibt es weit weniger Erfahrungen, da Statine meistens nach Bekanntwerden der Schwangerschaft abgesetzt werden. Neuere Untersuchungen diskutieren einen prophylaktischen Effekt in Bezug auf das Auftreten von Präeklampsie.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Pravastatin sollte in der Schwangerschaft nicht verordnet werden, da seine Unbedenklichkeit nicht abschließend erwiesen ist und Nachteile für die Mutter durch eine Unterbrechung der Therapie für den Zeitraum der Schwangerschaft in der Regel nicht zu erwarten sind.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

Eine versehentliche Behandlung bis in die Frühschwangerschaft hinein rechtfertigt keinen Schwangerschaftsabbruch oder invasive Diagnostik.

Bitte nehmen Sie für eine individuelle Beratung mit uns Kontakt auf.

Besser erprobte Alternativen:

keine

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: ca. 1,5 h; Proteinbindung: 50%; molare Masse: 446; orale Bioverfügbarkeit: 17%.

Klinik

Toxische Wirkungen beim Säugling wurden im Zusammenhang mit der mütterlichen Einnahme von Pravastatin bisher nicht beschrieben, die Erfahrungen sind jedoch sehr begrenzt.

Empfehlung

Lipidsenkersollten in der Stillzeit nicht verwendet werden, da ihre Unbedenklichkeit nicht erwiesen ist. Nachteile für die Mutter durch ein Aussetzen der Therapie während Schwangerschaft und Stillzeit sind in der Regel nicht anzunehmen. Eine dennoch erfolgte Einnahme erfordert keine Einschränkung des Stillens. Die Weiterbehandlung sollte jedoch kritisch geprüft werden.


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Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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