Gefördert durch

Natriumpicosulfat

grau
Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Natriumpicosulfat ist wie Bisacodyl ein Triarylmethan-Derivat, das lokal wirksam ist und stimulierend auf die Dickdarmperistaltik wirkt. Durch den schnelleren Transport wird dem Darminhalt weniger Wasser entzogen und der Stuhl wird weicher. Es ist nicht bekannt, ob Natriumpicosulfat plazentagängig ist. Da es jedoch nur gering enteral resorbiert wird, ist ein nennenswerter Übergang zum Feten nicht wahrscheinlich.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Zur kurzfristigen Anwendung bei Obstipation.

  • Produktnamen

    Agiolax Pico®, Darmol Pico Täfelchen®, Dulcolax NP Tropfen®, Laxoberal®, Regulax®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Studien zur Anwendung von Natriumpicosulfat in der Schwangerschaft liegen nicht vor. Markterfahrung und die geringe Resorptionsquote sprechen gegen ein nennenswertes teratogenes Risiko. Daten aus Tierversuchen bestätigen dies.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Natriumpicosulfat kann gelegentlich und kurzfristig auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden, wenn eine Obstipation medikamentös behandelt werden muss und weder Füll- bzw. Quellstoffe noch Lactulose oder Macrogol ausreichend wirken.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

Lactulose, Macrogol.

Stillzeit

Pharmakokinetik

molare Masse: 499; orale Bioverfügbarkeit: gering.

Klinik

Es liegen publizierte Untersuchungen zu acht Mutter-Kind-Paaren vor. In der Muttermilch konnten weder der Arzneistoff noch seine Metaboliten nachgewiesen werden. Unverträglichkeiten bei den gestillten Säuglingen sind deshalb nicht zu erwarten.

Empfehlung

Bei einer Therapie mit Natriumpicosulfat kann ohne Einschränkungen gestillt werden.


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