Naratriptan

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Medikament, bei dem mehr oder weniger umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Risiko haben erkennen lassen.

Naratriptan wirkt bei akuten Migräne-Attacken über eine Vasokonstriktion. Es gehört zu den Triptan-Serotonin-Agonisten.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Akute Migränekopfschmerzen mit oder ohne Aura.

  • Produktnamen

    Formigran®, Naramig® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon

Knapp 200 in vier verschiedenen Studien und im Herstellerregister ausgewertete Schwangerschaftsverläufe zeigten kein erhöhtes Fehlbildungs- und Abortrisiko.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Die Erfahrungen zur Anwendung im 2. und 3. Trimenon beziehen sich auf ca. 30 Schwangerschaften. Fetotoxizität scheint nicht vorzuliegen, die Erfahrungen sind aber zu begrenzt, um eine ausreichende Risikobewertung vornehmen zu können.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Das für die Schwangerschaft besser untersuchte Sumatriptan ist zu bevorzugen, falls ein Triptan verwendet werden muss.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

Nach bestimmungsgemäßer Anwendung keine.

Bitte nehmen Sie für eine individuelle Beratung mit uns Kontakt auf.

Besser erprobte Alternativen:

Paracetamol während der gesamten Schwangerschaft oder Ibuprofen, das nur bis zur 28. Schwangerschaftswoche wegen des Risikos eines vorzeitigen Ductusverschlusses eingenommen werden darf. Aus der Gruppe der Triptane Sumatriptan.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 6 h; Proteinbindung: 29%; molare Masse: 372; orale Bioverfügbarkeit: 74%.

Klinik

Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit liegen nicht vor, Unverträglichkeiten beim gestillten Säugling sind aufgrund der üblichen Einzeldosen aber kaum zu erwarten.

Empfehlung

Wirken bei Migräne Ibuprofen oder Paracetamol (ggf. in Kombination mit Coffein) unzureichend, sollte das besser untersuchte Sumatriptan versucht werden. Eine Einzeldosis von Naratriptan erscheint akzeptabel.


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Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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