Gefördert durch

Mebendazol

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Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Mebendazol ist ein Breitbandantihelminthikum, welches vor allem bei Nematodenbefall (Oxyuren, Ascariden) eingesetzt wird. Es hemmt die Glukoseaufnahme der Parasiten und führt so zu deren Absterben. Mebendazol wird nur gering oral resorbiert.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Befall mit Madenwürmern (Oxyuriasis/Enterobiasis), Spulwürmern (Ascariasis), Peitschenwürmern (Trichuriasis).

  • Produktnamen

    Vermox®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

In mehreren Studien mit insgesamt über 700 ausgewerteten Schwangerschaften im 1. Trimenon ergaben sich keine Hinweise auf ein teratogenes Risiko bei Mebendazolexposition. Im Tierversuch wurden bei Ratten teratogene Effekte gesehen.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Es existieren deutlich mehr Erfahrungen im 2. und 3. Trimenon.In Endemiegebieten scheint eine Mebendazoltherapie im 2. und 3. Trimenon einen positiven Effekt auf mütterliche Anämie, Geburtsgewicht und neonatale Sterblichkeit zu haben. Es gibt keine Hinweise auf fetotoxische Effekte.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Bei einer behandlungspflichtigen Wurmerkrankung darf Mebendazol während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 2,8-9 h; Proteinbindung: >90%; molare Masse: 295; orale Bioverfügbarkeit: 2-10%. Mebendazol konnte bei einer stillenden Mutter nicht in der Milch nachgewiesen werden.

Klinik

In einem Fallbericht wurde eine verringerte Milchproduktion unter Mebendazol diskutiert. Weitere Hinweise auf einen solchen Effekt gibt es jedoch nicht. Auf Grund der geringen oralen Resorption und der meist kurzfristigen Anwendung ist nicht mit einem nennenswerten Risiko für den gestillten Säugling zu rechnen.

Empfehlung

Mebendazol kann bei behandlungspflichtigen Wurmerkrankungen in der Stillzeit angewendet werden.


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