Loratadin

grün
Medikament der Wahl für die angegebene Behandlungsindikation, bei dem umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Potential erkennen lassen. Auch die grüne Ampel erfordert eine sorgfältige Indikationsprüfung und sollte nicht zu „unbedenklichem“ Gebrauch verleiten. Eine 100%ige Sicherheit gibt es zu keinem Medikament.

Loratadin gehört zu den neueren, praktisch nicht sedierenden Antihistaminika, die zur Behandlung von allergischen Erkrankungen eingesetzt werden. Antihistaminika (H1-Blocker) hemmen die Wirkung von Histamin an den Histamin-Rezeptoren kompetitiv.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Symptomatische Therapie von Allergien wie z.B. der allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria.

  • Produktnamen

    Loraderm®, Lorano® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

Loratadin ist heute das am besten untersuchte Antihistaminikum. In verschiedenen Untersuchungen mit zusammen über 5.000 prospektiv nachverfolgten Schwangerschaften wurde kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko beobachtet. Auch konnte der in einer früheren Studie des schwedischen medizinischen Geburtenregisters diskutierte Zusammenhang mit Hypospadien nicht bestätigt werden.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Die bei einigen älteren Antihistaminika beschriebenen Entzugssymptome wie Zittrigkeit beim Neugeborenen nach langandauernder Therapie der Mutter bis zur Entbindung wurden bei Loratadin bisher nicht beschrieben.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Loratadin kann in allen Phasen der Schwangerschaft eingenommen werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

Keine. Falls ein sedierender Effekt des Antihistaminikums vorteilhaft ist, kann z.B. auch Clemastin eingesetzt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 12,4 h, Metabolite: 19,6 h; Proteinbindung: 97%; molare Masse: 382; relative Dosis: 0,6%; M/P-Quotient: 1,17; orale Bioverfügbarkeit: gut.

Klinik

Wie bei allen Antihistaminika sind Symptome wie Unruhe oder Sedierung sowie bei Loratadin auch Mundtrockenheit und Tachykardien beim gestillten Säugling nicht völlig auszuschließen. Sie erscheinen bei Loratadin jedoch eher unwahrscheinlich.

Empfehlung

Loratadin gehört zu den Mitteln der Wahl.


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