Kokosöl

grün
Medikament der Wahl für die angegebene Behandlungsindikation, bei dem umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Potential erkennen lassen. Auch die grüne Ampel erfordert eine sorgfältige Indikationsprüfung und sollte nicht zu „unbedenklichem“ Gebrauch verleiten. Eine 100%ige Sicherheit gibt es zu keinem Medikament.

Als Alternative zu chemisch synthetisierten Wirkstoffen zur Behandlung von Läusen steht Kokosöl zur Verfügung. Bei der lokalen Anwendung entsteht ein Ölfilm, der vermutlich zum Ersticken der Läuse führt. Eventuell wirken auch im Kokosöl enthaltene Fettsäuren direkt insektizid.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Pedikulose.

  • Produktnamen

    Aesculo Gel L®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Obwohl es zur Anwendung von Kokosöl in der Schwangerschaft keine systematischen Studien gibt, ist von einem toxischen Potential bei einer lokalen Anwendung nicht auszugehen.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Kokosöl darf zur Behandlung bei Kopfläusen in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

Bei Pedikulose ist Dimeticon Mittel der 1. Wahl.
 

Stillzeit

Pharmakokinetik

keine Daten.

Klinik

Ein toxisches Risiko bei Exposition über die Muttermilch ist nach bisherigen Erfahrungen nicht zu erwarten.

Empfehlung

Bei einer lokalen Anwendung von Kokosöl kann ohne Einschränkung gestillt werden.


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