Gefördert durch

Ipratropiumbromid

grau
Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Ipratropiumbromid ist ein anticholinerg wirkendes Bronchospasmolytikum/Antiasthmatikum. Es hemmt die vagusinduzierte Reflexbronchokonstriktion und die Freisetzung von bronchospastisch wirksamen Mediatoren durch Senkung des zyklischen GMP in den Mastzellen (Mastzellstabilisierung) und verhindert damit die Manifestation der allergischen Reaktion vom Soforttyp (Typ I).

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Zur Verhütung und Behandlung von Atemnot bei chronisch obstruktiver Bronchitis mit und ohne Lungenemphysem, bei leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale.

  • Produktnamen

    Atrovent®, Itrop® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon

Es gibt keine Hinweise auf Teratogenität.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Fetotoxische Effekte sind nicht bekannt.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Ipratropiumbromid darf in der Schwangerschaft zur Bronchodilatation verwendet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

Keine aus der Gruppe der Anticholinergika.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 4 h; Proteinbindung: bis 20 %; molare Masse: 430; orale Bioverfügbarkeit: bis 30%. Daten zum Übergang in die Muttermilch liegen nicht vor.

Klinik

Dokumentierte Erfahrungen zur Anwendung in der Stillzeit sind gering, bei diesem Medikament mit langer Markterfahrung ist aber von einer guten Verträglichkeit auch für den gestillten Säugling auszugehen.

Empfehlung

Ipratropiumbromid ist für die Therapie des Asthma bronchiale in der Stillzeit akzeptabel.


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