Gefördert durch

Interferon beta-1a

grau
Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Beta Interferon-1a wirken immunmodulatorisch. Der genaue Wirkungsmechanismus bei multipler Sklerose (MS) wird noch erforscht. Sie können intramuskulär (Avonex) oder subkutan (Rebif) injiziert werden. Aufgrund der hohen Molekülmasse scheint ein nennenswerter diaplazentarer Übergang unwahrscheinlich zu sein.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    schubförmige multiple Sklerose

  • Produktnamen

    AVONEX®, Rebif®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

Ergebnisse zu circa 250 prospektiv erfassten Schwangerschaften aus Fallserien und kleineren Studien sowie ca. 400 bzw. 300 von den Herstellern ausgewertete Schwangerschaftsverläufe als auch einige kleinere retrospektive Studien lassen kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko erkennen. Das Spontanabortrisiko scheint ebenfalls nicht erhöht zu sein. Einschränkend muss jedoch gesagt werden, dass die Qualität der Studien sehr unterschiedlich ist.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Meistens wurde die Interferontherapie nach Feststellung der Schwangerschaft beendet. Fetotoxische oder entwicklungstoxische Effekte sind bisher nicht beschrieben und scheinen auch nicht wahrscheinlich. Wie bei anderen immunmodulatorischen Substanzen auch wird diskutiert, ob der Arzneistoff zu einem geringeren Geburtsgewicht führen kann. Hierbei muss jedoch die mütterliche Grunderkrankung als Ursache mit diskutiert werden. Vorliegende Erfahrungen nach Interferon beta Therapie in der Schwangerschaft beschreiben ein mittleres kindliches Geburtsgewicht im normalen Rahmen.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Interferon beta-1a darf in die Schwangerschaft hinein appliziert werden. Da die Krankheitsaktivität meistens im Laufe der Schwangerschaft, insbesondere im 3. Trimenon, abnimmt, ist es in der Regel zu vertreten, mit der Behandlung zu pausieren. Sollte eine durchgängige Therapie erforderlich sein, ist sie während der gesamten Schwangerschaft akzeptabel.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine

Bitte nehmen Sie für eine individuelle Beratung mit uns Kontakt auf.

Besser erprobte Alternativen:

keine

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 10 h; Molekulargewicht: 22.500; orale Bioverfügbarkeit: minimal.

Klinik

Symptome sind bei gestillten Kindern bisher nicht aufgetreten. Der Umfang der Erfahrungen ist jedoch noch begrenzt.

Empfehlung

Unter Interferon beta-1a kann uneingeschränkt gestillt werden. Eine nennenswerte Wirkstoffaufnahme durch das Neugeborene scheint unwahrscheinlich zu sein.
 


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