Hydrotalcit

grün
Medikament der Wahl für die angegebene Behandlungsindikation, bei dem umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Potential erkennen lassen. Auch die grüne Ampel erfordert eine sorgfältige Indikationsprüfung und sollte nicht zu „unbedenklichem“ Gebrauch verleiten. Eine 100%ige Sicherheit gibt es zu keinem Medikament.

Hydrotalcit ist eine Schichtgitterstruktur von Aluminium- und Magnesiumverbindungen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH (für Antacida allgemein)

1. Trimenon

Bisher gibt es keinen Anhalt für ein teratogenes Risiko bei der Anwendung von Antacida. Systematische Studien zur Anwendung von Hydrotalcit im 1. Trimenon liegen allerdings nicht vor.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Fetotoxische Effekte wurden bei der Einnahme in üblicher Dosierung nicht berichtet. Obwohl gelegentlich diskutiert wird, dass aus Antacida resorbiertes Aluminium zu funktionellen Störungen im Zentralnervensystem und in den Nieren des Fetus führen könnte, haben sich dafür klinisch bisher keine Hinweise ergeben. Systemische Wirkungen sind aufgrund geringer Resorptionsquoten von Aluminium und Magnesium aus den Antacida nicht zu erwarten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Hydrotalcit kann in der Schwangerschaft als Antacidum in normaler Dosierung eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine. Bei länger dauernder Therapie eventuell Umstellung auf einen Protonenpumpenhemmer.
 

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

molare Masse: 604; orale Bioverfügbarkeit: keine; Resorption von Aluminiumionen in Spuren möglich.

Klinik

Dokumentierte Erfahrungen zu Hydrotalcit in der Stillzeit liegen nicht vor, es gibt keine Hinweise auf Symptome bei gestillten Kindern.

Empfehlung

Hydrotalcit gehört zu den Antacida der Wahl in der Stillzeit und darf indikationsgerecht eingesetzt werden.


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