Gefördert durch

Glatiramer

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Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Glatirameracetat wirkt immunmodulatorisch und besteht aus synthetischen Polypeptiden, die aus vier Aminosäuren zusammengesetzt sind. Der überwiegende Teil einer Dosis wird bereits im subkutanen Gewebe schnell in kleinere Fragmente abgebaut. Es darf ausschließlich s.c. injiziert werden.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    schubförmig remittierende multiple Sklerose zur Reduktion der Schubfrequenz.

  • Produktnamen

    COPAXONE®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon

Bisher ist keine Teratogenität beschrieben worden. Die Erfahrungen stützen sich im Wesentlichen auf Herstellerdaten und kleinere Studien.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Meistens wurde Glatiramer nach Feststellung der Schwangerschaft abgesetzt. Eine Fetotoxizität ist nicht anzunehmen und aus den bisherigen Fallberichten mit kontinuierlicher Anwendung auch nicht ablesbar.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Glatiramer muss bei Planung einer Schwangerschaft nicht abgesetzt werden. Da die Krankheitsaktivität meistens im Laufe der Schwangerschaft, insbesondere im 3. Trimenon, abnimmt, ist es in der Regel zu vertreten, mit der Behandlung zu pausieren. Sollte eine durchgängige Therapie mit Glatiramer jedoch erforderlich sein, scheint eine solche nach heutigem Wissen während der gesamten Schwangerschaft akzeptabel zu sein.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

Nach einer Therapie im 1. Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.

Bitte nehmen Sie für eine individuelle Beratung mit uns Kontakt auf.

Besser erprobte Alternativen:

Beta Interferon-1a.

Stillzeit

Pharmakokinetik

Proteinbindung: hoch; Molekulargewicht: 5000-9000; orale Bioverfügbarkeit: minimal.

Klinik

Symptome bei gestillten Kindern sind bisher nicht beschrieben. Die Erfahrungen sind allerdings gering.

Empfehlung

Aufgrund der pharmakokinetischen Daten scheint Stillen akzeptabel zu sein. Interferon Beta-1a und Interferon Beta-1b sind mögliche Alternativen.
 


Wir helfen Ihnen und Sie helfen uns

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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Die Beratung ist kostenlos.