Gefördert durch

Ginkgo

grau
Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Ginkgo biloba soll neuroprotektiv wirken, die zerebrale Neurotransmission und die Durchblutung fördern, die Fließeigenschaften des Blutes und die Gedächtnisleistung sowie das Lernvermögen verbessern. Ein Einfluss auf die Metabolisierung anderer  Arzneistoffe durch Wirkung auf verschiedene Cytochrom-P450-Isoenzyme wird diskutiert.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Verbesserung der Blutzirkulation; bei Konzentrationsstörungen, Schwindel und Tinnitus.

  • Produktnamen

    Gingium®, Kaveri®, Rökan®, Tebonin® und andere

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: KEINER

1. Trimenon

Es gibt bisher keine Hinweise auf Teratogenität, systematische Studien fehlen jedoch. Tierexperimentell wurden bei einer nichttoxischen mütterlichen Tagesdosis von 7 und 14 mg/kg intrauterine Wachstumsretardierungen beobachtet. Dies konnte in einer späteren Arbeit der gleichen Arbeitsgruppe mit einem kürzeren Beobachtungszeitraum und weiteren Studien anderer Arbeitsgruppen nicht bestätigt werden.  

2.-3. Trimenon / Perinatal

Bisher gibt es keine Hinweise auf Fetotoxizität. 

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Die kurzzeitige Anwendung üblicher Dosierungen von Ginkgo biloba in der Schwangerschaft erscheint bei kritischer Indikationsstellung tolerabel. Mögliche Komedikationen (v.a. Arzneistoffe mit Wirkung auf die Blutgerinnung) sollten bezüglich Wechselwirkungen geprüft werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft

keine.

Besser geeignete Alternativen

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

Es liegen keine Daten zum Übergang von Ginkgoextrakten in die Muttermilch vor.  

Klinik

Es gibt nur wenige Erfahrungen. Ginkgo scheint für den gestillten Säugling verträglich zu sein. 

Empfehlung

Eine kurzfristige Anwendung bei entsprechender Indikation scheint akzeptabel.
 


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