Etilefrin

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Medikament, bei dem mehr oder weniger umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Risiko haben erkennen lassen.

Etilefrin ist ein Sympathomimetikum, das sowohl alpha- als auch beta-Adrenorezeptoren stimuliert.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Hypotonie, orthostatische Kreislaufregulationsstörungen.

  • Produktnamen

    Bioflutin®, Effortil®, Thomasin®

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Adrenerge Substanzen können im Tierversuch die Uterusdurchblutung reduzieren. Trotz langer Markterfahrung wurden bisher keine teratogenen Effekte im therapeutischen Dosisbereich beim Menschen berichtet. Allerdings liegen andererseits keine publizierten Erfahrungen vor, so dass keine differenzierte Riskoeinschätzung erfolgen kann. 

2.-3. Trimenon / Perinatal

Veröffentlichungen hierzu liegen nicht vor, über negative Auswirkungen auf die fetale Entwicklung ist andererseits bisher nicht berichtet worden.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Im 1. Trimenon sollte Etilefrin vermieden werden. Wenn erhebliche Symptome im 2./3. Trimenon zur medikamentösen Behandlung einer Hypotonie zwingen, kann Etilefrin in Betracht gezogen werden. Es sollte auch dann möglichst nur kurzfristig zum Einsatz kommen.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

Nach Exposition im 1. Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 2,5 h; Proteinbindung: 23%; molare Masse: 217; orale Bioverfügbarkeit: ~10%.

Klinik

Es liegen keine dokumentierten Erfahrungen zur Stillzeit vor. 

Empfehlung

Sollte eine medikamentöse Therapie nach Ausschöpfung von nicht-medikamentösen Maßnahmen erforderlich sein, sind Einzeldosen von Etilefrin vermutlich akzeptabel.


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