Gefördert durch

Cetirizin

grün
Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Cetirizin gehört zu den wenig sedierenden Antihistaminika und ist ein Metabolit des Hydroxyzin (Antihistaminikum der 1. Generation). Antihistaminika (H1-Blocker) hemmen die Wirkung von Histamin an den Histamin-Rezeptoren kompetitiv.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Symptomatische Therapie von Allergien wie z.B. der allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria.

  • Produktnamen

    Reactine®, Zyrtec® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

In Studien mit insgesamt über 1300 ausgewerteten Schwangerschaften konnten keine teratogenen Effekte nachgewiesen werden.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Die bei einigen älteren Antihistaminika beschriebenen Entzugssymptome wie Zittrigkeit beim Neugeborenen nach langdauernder Therapie der Mutter bis zur Entbindung wurden bei Cetirizin bisher nicht beschrieben. 

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie

Cetirizin kann in allen Phasen der Schwangerschaft eingenommen werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft

keine.

Besser geeignete Alternativen

Keine, wenn ein sedierender Effekt gewünscht ist, kann auch Clemastin eingesetzt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: ca. 9 h; Proteinbindung: 93%; molare Masse: 389; orale Bioverfügbarkeit: 70-100%.

Klinik

Bisherige Erfahrungen deuten nicht auf nennenswerte Unverträglichkeiten hin, jedoch liegen keine systematischen Daten zum Übergang in die Muttermilch beim Menschen vor.

Empfehlung

Cetirizin kann in der Stillzeit eingenommen werden, ohne dass eine Stillunterbrechung nötig ist.


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Viele Schwangere nehmen Medikamente während der Schwangerschaft ein. Kenntnisse zur Sicherheit von Arzneimitteln in der Schwangerschaft und damit letztlich auch die Qualität dieser Internetseite beruhen größtenteils auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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