Gefördert durch

Carbidopa

grau
Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Carbidopa ist ein Decarboxylasehemmstoff und wird nur in Kombination mit Levodopa eingesetzt. Dadurch lässt sich die Dosis von Levodopa deutlich reduzieren. Die Gabe erfolgt im Verhältnis 1:4 (Carbidopa:Levodopa).

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Parkinson-Syndrom, Segawa Syndrom.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Zur alleinigen Gabe von Carbidopa liegen keine Berichte vor. In Kombinationstherapie mit Levodopa sind mindestens 18 Fälle beschrieben. Hierbei konnte kein teratogenes Risiko beobachtet werden. 

2.-3. Trimenon / Perinatal

Ein nennenswertes fetales Risiko erscheint unwahrscheinlich. Bis auf den Fallbericht eines Kindes mit einem Krampfanfall am ersten Lebenstag nach einer Kombinationstherapie mit Bromocriptin/Levodopa/Carbidopa/Entecapone liegen keine negativen Erfahrungen vor.
 

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

siehe Levodopa.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

siehe Levodopa.

Besser erprobte Alternativen:

siehe Levodopa.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 2 h; Proteinbindung: 36%; molare Masse: 244; orale Bioverfügbarkeit: 58-71%.

Klinik

Es gibt keine Beobachtungen zur alleinigen Anwendung. Levodopa in Kombination mit Carbidopa hemmt die Prolaktin-Produktion und unterdrückt damit die Milchproduktion. Daher sollte diese Therapie möglichst vermieden werden. Es gibt allerdings einen Fallbericht mit erfolgreichem Stillen unter Levodopa/Carbidopa Therapie. 

Empfehlung

Bei zwingender Indikation kann ein Stillversuch mit sorgfältiger Gewichtsüberwachung des Säuglings erfolgen.
 


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