Cabergolin

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Medikament, bei dem mehr oder weniger umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Risiko haben erkennen lassen.

Cabergolin ist ein Dopaminagonist mit Prolaktin-senkender Wirkung, die lange anhält. Es wirkt durch direkte Stimulierung der D2-dopaminergen Rezeptoren an den lactotrophen Zellen der Hypophyse. Zusätzlich zeigt Cabergolin bei einer oralen Dosierung, die den für die Prolaktin-Senkung notwendigen Bereich überschreitet, über Stimulierung von D2-Rezeptoren einen zentralen dopaminergen Effekt.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Hyperprolaktinämische Amenorrhoe, primäres medikamentöses Abstillen, Morbus Parkinson, Restless-Legs-Syndrom (off-label).

  • Produktnamen

    Cabaseril®, Dostinex® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

Basierend auf etwa 800 ausgewerteten Schwangerschaften ist davon auszugehen, dass Cabergolin nicht zu einer Erhöhung der Abortrate führt und nicht teratogen ist.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Es sind bisher keine fetotoxischen Effekte bekannt.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Da Cabergolin meistens bei einer hyperprolaktinämischen Amenorrhoe im Rahmen einer Sterilitätsbehandlung verwendet wird, sollte es nach Feststellung der Schwangerschaft in der Regel abgesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

Cabergolin gehört neben Bromocriptin zu den Dopaminagonisten der Wahl zur Behandlung einer hyperprolaktinämischen Amenorrhoe.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 63-68 h; Proteinbindung: 40-42%; molare Masse: 452; orale Bioverfügbarkeit: 100%.

Klinik

Es liegen keine Berichte über Symptome beim gestillten Säugling vor.

Empfehlung

Solange Milch produziert wird, kann auch unter Therapie mit einem Prolaktinhemmer gestillt werden. Cabergolin ist wegen seiner guten Verträglichkeit das Mittel der Wahl zum primären Abstillen.
 


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