Bisacodyl

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Medikament, bei dem mehr oder weniger umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Risiko haben erkennen lassen.

Bisacodyl ist wie Natriumpicosulfat ein Triarylmethan-Derivat, das stimulierend auf die Dickdarmperistaltik wirkt. Durch den schnelleren Transport wird dem Darminhalt weniger Wasser entzogen und der Stuhl wird weicher. Es ist nicht bekannt, ob Bisacodyl plazentagängig ist. Da es jedoch nur gering enteral resorbiert wird, ist ein nennenswerter Übergang zum Feten nicht wahrscheinlich.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Zur kurzfristigen Anwendung bei Obstipation.

  • Produktnamen

    Dulcolax®, Pyrilax®, Tirgon® und andere

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Studien zur Anwendung von Bisacodyl in der Schwangerschaft liegen nicht vor. Breite Markterfahrung und die geringe Resorptionsquote sprechen gegen ein erhöhtes teratogenes Risiko. Daten aus Tierversuchen bestätigen dies.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Bisacodyl kann gelegentlich und kurzfristig auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden, wenn eine Obstipation medikamentös behandelt werden muss und weder Füll- bzw. Quellstoffe noch Lactulose oder Macrogol ausreichend wirken.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine

Besser erprobte Alternativen:

Lactulose, Macrogol.

Stillzeit

Pharmakokinetik

molare Masse: 361; orale Bioverfügbarkeit: <5%.

Klinik

Es liegen publizierte Untersuchungen zu acht Mutter-Kind-Paaren vor. In der Muttermilch konnten weder der Arzneistoff noch seine Metaboliten nachgewiesen werden. Unverträglichkeiten bei den gestillten Säuglingen sind deshalb nicht zu erwarten.

Empfehlung

Bei einer Therapie mit Bisacodyl kann ohne Einschränkungen gestillt werden.


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