Gefördert durch

Benserazid

grau
Medikament, zu dem es widersprüchliche oder noch unzureichende Studienergebnisse gibt.

Benserazid ist ein Decarboxylasehemmstoff und wird nur in Kombination mit Levodopa eingesetzt. Dadurch lässt sich die Dosis von Levodopa deutlich erniedrigen. Die Gabe erfolgt im Verhältnis 1:4 (Benserazid:Levodopa).

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Parkinson-Syndrom, Restless legs Syndrom, Segawa Syndrom.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Systematische Studien zur Anwendung von Benserazid zusammen mit Levodopa liegen nicht vor. Bisher sind fast 50 Schwangerschaften unter Levodopa Therapie beschrieben, bei denen unbekannt ist, wie oft Benserazid das Co-Medikament war. Hinweise auf Teratogenität ergaben sich bisher nicht.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Bei einem Drittel der oben erwähnten Fälle erfolgte die Therapie während der gesamten Schwangerschaft, ohne dass Probleme oder Nebenwirkungen auftraten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

siehe Levodopa

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

siehe Levodopa

Besser erprobte Alternativen:

siehe Levodopa

Stillzeit

Pharmakokinetik

molare Masse: 293; orale Bioverfügbarkeit: gut.

Klinik

Berichte zu Benserazid liegen nicht vor. Levodopa reduziert die Prolaktinsekretion und hat damit einen negativen Effekt auf die Milchbildung. Es gibt einen Fallbericht einer Mutter mit M. Parkinson und erfolgreichem Stillen. Die Levodopa-Mengen in den untersuchten Milchproben waren minimal, das Kind war unauffällig. 

Empfehlung

Wegen der Gefahr der Milchreduktion sollten Levodopa/Benserazid möglichst nicht in der Stillzeit  eingenommen werden. Bei zwingender Indikation erscheint ein Stillversuch mit guter Gewichtskontrolle des Neugeborenen vertretbar.


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