Gefördert durch

Azithromycin

grün
Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Azithromycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide, welche durch Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese bakteriostatisch wirken. Azithromycin kann oral oder intravenös angewendet werden. Es zeichnet sich durch gute Gewebegängigkeit und lange Halbwertszeit aus. Makrolide passieren die Plazenta und gehen auf den Feten über. Sie sind in der Regel in der Amnionflüssigkeit in deutlich niedrigeren Konzentrationen als im Serum nachweisbar.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

Studien mit insgesamt mehr als 1000 Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach Anwendung von Azithromycin.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Ein Zusammenhang zwischen Makrolidtherapie beim Neugeborenen in den ersten Lebenswochen und Pylorusstenose wird diskutiert. Bisher konnte ein solches Risiko bei intrauteriner Exposition im letzten Trimenon nicht bestätigt werden.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Azithromycin kann in der Schwangerschaft indikationsgerecht eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

Penicilline, Cephalosporine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 2-4 Tage; Proteinbindung: 12-52%; molare Masse: 749; relative Dosis: 5%; orale Bioverfügbarkeit: 37%.

Klinik

Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Makrolidexposition über die Muttermilch und Pylorusstenose wird diskutiert, ist aber bisher nicht erwiesen.

Empfehlung

Azithromycin kann in der Stillzeit indikationsgerecht eingesetzt werden.


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