Gefördert durch

Ampicillin und Sulbactam

grün
Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Ampicillin kann durch β-Lactamasen inaktiviert werden. Sulbactam hemmt β-Lactamasen irreversibel und erweitert so in fixer Kombination mit Ampicillin dessen Wirkungsspektrum. Beide Wirkstoffe passieren die Plazenta und sind in der Amnionflüssigkeit nachweisbar.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

 In einer Reihe von Studien mit mehreren hundert ausgewerteten Schwangerschaften ergab sich kein Hinweis auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. 

2.-3. Trimenon / Perinatal

Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Bei entsprechendem Keimspektrum kann die Kombination Ampicillin plus Sulbactam in allen Phasen der Schwangerschaft eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

Ampicillin: HWZ: 1,3 h, Neugeborene: 1,7 h; Proteinbindung: >20%; molare Masse: 349; relative Dosis: 1,5%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 50 mg/kg/d: ca. 0,3%; M/P-Quotient: 0,58; orale Bioverfügbarkeit: 30-60%.
Sulbactam: HWZ: 1-2 h; Proteinbindung: 38%; molare Masse: 233; relative Dosis: 1%; orale Bioverfügbarkeit: gering.  

Klinik

Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen. 

Empfehlung

Bei entsprechendem Keimspektrum kann die Kombination Ampicillin plus Sulbactam in der Stillzeit eingesetzt werden.


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