Gefördert durch

Amoxicillin

grün
Medikament der Wahl. Dennoch: sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung nötig.

Amoxicillin ist ein Aminopenicillin aus der Klasse der bakterizid wirkenden β-Lactam-Antibiotika. Es hemmt die Synthese der Bakterienzellwand und wird nach oraler Gabe fast vollständig resorbiert. Amoxicillin ist gut plazentagängig. 

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon

In einer Reihe von Studien mit mehreren tausend ausgewerteten Schwangerschaften ergaben sich keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach Anwendung von Penicillinen.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Amoxicillin wird auch nach dem ersten Trimenon gut vertragen. Der von einzelnen Autoren geäußerte Verdacht, eine pränatale Anwendung von Amoxicillin plus Clavulansäure erhöhe das Risiko für eine nekrotisierende Enterocolitis (NEC) bei Frühgeborenen, ließ sich nicht bestätigen.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Amoxicillin gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Schwangerschaft.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 0,9-1,2 h, Neugeborene: 4 h; Proteinbindung: 18%; molare Masse: 365; relative Dosis: 0,9%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 100 mg/kg/d: ca. 0,15%; M/P-Quotient: 0,014-0,043; orale Bioverfügbarkeit: 72-94%.

Klinik

Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen.

Empfehlung

Amoxicillin gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Stillzeit.
 


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