Ambroxol

grün
Medikament der Wahl für die angegebene Behandlungsindikation, bei dem umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Potential erkennen lassen. Auch die grüne Ampel erfordert eine sorgfältige Indikationsprüfung und sollte nicht zu „unbedenklichem“ Gebrauch verleiten. Eine 100%ige Sicherheit gibt es zu keinem Medikament.

Ambroxol ist ein aktiver Metabolit des Bromhexins. In verschiedenen Untersuchungen wurden sekretolytische, sekretomotorische und lokalanästhetische Effekte gefunden.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Als Mukolytikum (Schleimlöser) bei akuten und chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen; als Lutschtablette bei Halsschmerzen; systemische Gabe zur Förderung der pränatalen Lungenreifung und Atemnotsyndrom-Prophylaxe bei drohender Frühgeburt.

  • Produktnamen

    Mucoangin®, Mucosolvan®, Paediamuc® und Generika

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon

Systematische Studien zur Anwendung von Ambroxol liegen nicht vor, aufgrund der weiten Verbreitung ist aber davon auszugehen, dass auch zahlreiche Schwangere dieses Mittel eingenommen haben, ohne dass bisher über embryotoxische Schäden berichtet wurde.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Es gibt keine Hinweise auf Fetotoxizität.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Wirken Inhalationsbehandlung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr unzureichend, kann Ambroxol auch in der Schwangerschaft verwendet werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

keine.

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 6-12 h; Proteinbindung: 80-90%; molare Masse: 378; orale Bioverfügbarkeit: ca. 70-80%.

Klinik

Es liegen keine systematischen Studien zum Übergang in die Muttermilch vor. Bisher sind auch keine Unverträglichkeiten bei den gestillten Säuglingen bekannt geworden.

Empfehlung

Ambroxol gehört in der Stillzeit zu den Mukolytika der Wahl, wenn Flüssigkeitszufuhr und Inhalationstherapie nicht ausreichend wirksam sind.


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