Aluminiumhydroxid

grau
Medikament, bei dem mehr oder weniger umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Risiko haben erkennen lassen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH (für Antacida allgemein)

1. Trimenon

Bisher gibt es keinen Anhalt für ein teratogenes Risiko bei der Anwendung von Antacida.
Systematische Studien zur Anwendung von Aluminiumhydroxid im 1. Trimenon liegen allerdings nicht vor.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Fetotoxische Effekte wurden bei der Einnahme in üblicher Dosierung nicht berichtet. Obwohl gelegentlich diskutiert wird, dass aus Antacida resorbiertes Aluminium zu funktionellen Störungen im Zentralnervensystem und in den Nieren des Fetus führen könnte, haben sich dafür klinisch bisher keine Hinweise ergeben. Dies ist aufgrund der geringen Resorptionsquote in therapeutischer Dosierung bei einer nierengesunden Schwangeren auch nicht zu erwarten.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Aluminiumhydroxid kann in der Schwangerschaft als Antacidum in normaler Dosierung eingesetzt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.
 

Besser erprobte Alternativen:

keine. Bei länger dauernder Therapie eventuell Umstellung auf einen Protonenpumpenhemmer.

Stillzeit

Pharmakokinetik

molare Masse: 78; orale Bioverfügbarkeit: gering.

Klinik

Dokumentierte Erfahrungen zu Aluminiumhydroxid in der Stillzeit liegen nicht vor, es gibt keine Hinweise auf Symptome bei gestillten Kindern.

Empfehlung

Eine kurzfristige Therapie mit aluminiumhaltigen Antacida ist akzeptabel.
 


Wir helfen Ihnen und Sie helfen uns

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.

Die Beratung ist kostenlos.