Acetylcystein

grün
Medikament der Wahl für die angegebene Behandlungsindikation, bei dem umfangreiche Erfahrungen in der Schwangerschaft kein nennenswertes embryo- oder fetotoxisches Potential erkennen lassen. Auch die grüne Ampel erfordert eine sorgfältige Indikationsprüfung und sollte nicht zu „unbedenklichem“ Gebrauch verleiten. Eine 100%ige Sicherheit gibt es zu keinem Medikament.

Acetylcystein ist das N-Acetyl-Derivat der Aminosäure L-Cystein. Es wird überwiegend als schleimlösende Substanz eingesetzt.

  • Indikation (Anwendungsgebiet)

    Als Mukolytikum (Schleimlöser) bei akuten oder chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen; als Antidot bei akuter Paracetamolüberdosierung/-intoxikation.

  • Produktnamen

    ACC®, Bromuc aktiv®, Fluimucil® und Generika

  • Synonyme

    N-Acetylcystein (NAC) , ACC

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon

Nach bisherigen Erfahrungen besitzt Acetylcystein kein erkennbares teratogenes Risiko. Dies gilt auch für hohe Dosierungen, die bei Paracetamol-Intoxikationen eingesetzt werden.

2.-3. Trimenon / Perinatal

Es ist keine Fetotoxizität bekannt.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:

Wirken Inhalationsbehandlung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr unzureichend, kann Acetylcystein auch in der Schwangerschaft verwendet werden. Bei einer Paracetamol-Überdosierung in der Schwangerschaft darf eine Entgiftung mit Acetylcystein durchgeführt werden.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:

keine.

Besser erprobte Alternativen:

keine

Stillzeit

Pharmakokinetik

HWZ: 1-3 h; Proteinbindung: 50%; molare Masse: 163; orale Bioverfügbarkeit: bis 10%. 

Klinik

Eine Acetylcystein-Therapie der Mutter ist für den gestillten Säugling gut verträglich.

Empfehlung

Acetylcystein gehört zu den Mukolytika der Wahl in der Stillzeit, wenn Flüssigkeitszufuhr und Inhalationstherapie nicht ausreichend wirksam sind.


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