Erläuterung zur "Ampel"

Vancomycin

Produktnamen:
  • (k. A.)
  • Generika

Vancomycin

Erläuterung zur "Ampel"

Vancomycin

Produktnamen:
  • (k. A.)
  • Generika

Vancomycin ist ein Glykopeptid-Antibiotikum. Es hemmt den Aufbau der Bakterienzellwand und wirkt dadurch bekterizid. Wegen der schlechten oralen Resorption wird es intravenös verabreicht. Zur Therapie bei pseudomembranöser Enterokolitis steht es oral zur Verfügung. Vancomycin ist plazentagängig und erreicht den Feten in relevanten Mengen.

Indikation: Bakterielle Infektionen

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Die bisherigen Erfahrungen sind auf einige Fallberichte begrenzt, sprechen aber gegen ein teratogenes Risiko. Auch im Tierversuch fanden sich keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko. Insbesondere gibt es keinen Anhalt für Ototoxizität oder Nephrotoxizität.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Vancomycin ist ein Antibiotikum der 2. Wahl in der Schwangerschaft. Es sollte nur nach Prüfung besser geeigneter Alternativen eingesetzt werden. Die orale Therapie bei pseudomembranöser Enterokolitis erscheint wegen der minimalen enteralen Resorption akzeptabel.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Penicilline, Cephalosporine, Makrolide. Bei pseudomembranöser Enterokolitis: Metronidazol.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 4-6 h, Metabolite: 15 h, Neugeborene: 6-10 h; Proteinbindung: 10-55%; molare Masse: 1449; relative Dosis: 5,8%; orale Bioverfügbarkeit: minimal.

Klinik: Da Vancomycin oral quasi nicht resorbiert wird, ist ein Risko für ein gestilltes Kind nicht zu erwarten. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen.  

Empfehlung: Penicilline, Cephalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen. Falls Vancomycin indiziert ist, kann weiter gestillt werden.

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