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Erläuterung zur "Ampel"

Urapidil

Produktnamen:

  • Ebrantil ®
  •  

Urapidil ist ein selektiver Alpha-1-Adrenozeptor-Antagonist. Peripher blockiert Urapidil vorwiegend postsynaptische Alpha-1-Rezeptoren und hemmt somit den vasokonstriktorischen Angriff der Katecholamine. Im Unterschied zu anderen Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten erfolgt bei Urapidil eine zusätzliche zentrale Blutdrucksenkung. Urapidil ist plazentagängig.

Indikation: arterielle Hypertonie

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Eine abschließende Risikobeurteilung ist aufgrund der geringen Erfahrungen nicht möglich. Hinweise auf ein teratogenes Risiko liegen bisher nicht vor.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Insgesamt liegen nur wenig systematische Studien zur Anwendung von Urapidil in der Schwangerschaft vor. Es ist hauptsächlich im deutschsprachigem Raum verbreitet und wird hier z.T. als gleichwertige Alternative zu Dihydralazin bei der Präeklampsiebehandlung empfohlen. Ein aktueller Fallbericht beschreibt Atemstörungen bei einem Neugeborenen, dessen Mutter mit Urapidil therapiert worden war.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Urapidil kann in der Spätschwangerschaft als Alternative zu Dihydralazin bei der Präeklampsie eingesetzt werden. 

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Nach Exposition im 1. Trimenon kann eine sonographische Feindiagnostik angeboten werden. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um individuell das Risiko abzuschätzen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Eine individuelle Beratung können Sie über den Online-Fragebogen anfordern. Sie können uns aber auch anrufen. Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz. Die Beratung ist für Sie kostenlos.

Besser erprobte Alternativen: Dihydralazin bzw. siehe arterielle Hypertonie

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 2-3 h; Proteinbindung: 80%; molare Masse: 387; orale Bioverfügbarkeit: 80-90%.

Klinik: Es liegen keine dokumentierten Erfahrungen zur Stillzeit vor.

Empfehlung: Mittel der Wahl zur Behandlung der arteriellen Hypertonie sollten bevorzugt werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz.

Die Beratung ist kostenlos.