Erläuterung zur "Ampel"

Trospiumchlorid

Produktnamen:
  • Spasmex ®
  • Spasmolyt ®
  • Spasmo-Urgenin ®
  • und Generika

Trospiumchlorid

Erläuterung zur "Ampel"

Trospiumchlorid

Produktnamen:
  • Spasmex ®
  • Spasmolyt ®
  • Spasmo-Urgenin ®
  • und Generika

Trospiumchlorid ist ein Anticholinergikum mit einer über Muskarinrezeptoren vermittelten relaxierenden Wirkung an der glatten Muskulatur im Magen-Darm- und Urogenitaltrakt. Im Gegensatz zu anderen Anticholinergika handelt es sich um ein quartäres Amin, das die Blut-Hirnschranke nicht in nennenswertem Umfang überschreitet. Trospiumchlorid soll plazentagängig sein.

Indikation:  Detrusor-Instabilität oder Hyperreflexie. 

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: GERING

1. Trimenon: Hinweise auf ein teratogenes Risiko liegen nicht vor, publizierte Erfahrungen allerdings auch nicht. Im Tierversuch haben sich keine Hinweise auf teratogene Wirkungen ergeben.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Bei systemischer Applikation sind atropinartige Wirkungen beim Fetus nicht auszuschließen.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:  Anticholinergika können bei strenger Indikationsstellung in der gesamten Schwangerschaft angewendet werden.  

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:  Funktionelle Auswirkungen, z. B. auf die Herzfrequenz des Fetus, müssen bei systemischer Applikation bedacht werden.

Besser erprobte Alternativen: keine

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 5-15 h; Proteinbindung: 50-80%; molare Masse: 428; orale Bioverfügbarkeit: variabel.

Klinik: Es wurden bisher weder positive noch negative Erfahrungen zur Stillzeit publiziert. Säuglinge bzw. Kleinkinder reagieren allerdings besonders empfindlich auf atropinartige Präparate. 

Empfehlung: Ist bei kritischer Indikationsstellung Trospiumchlorid in der Stillzeit erforderlich, sollte individuell über das Stillen bei guter Beobachtung des Säuglings entschieden werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

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