Erläuterung zur "Ampel"

Trimethoprim

Produktnamen:
  • (k. A.)
  • Generika

Trimethoprim

Erläuterung zur "Ampel"

Trimethoprim

Produktnamen:
  • (k. A.)
  • Generika

Trimethoprim wirkt durch die Hemmung der bakteriellen Folsäuresynthese bakteriostatisch. Es ist gut plazentagängig. Trimethoprim ist auch als Einzelsubstanz auf dem Markt, wird jedoch überwiegend als Co-trimoxazol in fixer Kombination mit Sulfamethoxazol angeboten.

Indikation: Bakterielle Infektionen

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: HOCH

1. Trimenon: Die bisherigen Erfahrungen aus einer Reihe von Studien mit mehreren hundert ausgewerteten Schwangerschaften sprechen gegen ein nennenswert erhöhtes Fehlbildungsrisiko nach Anwendung von Trimethoprim. Da Folsäureantagonisten im Tierversuch teratogen wirken können und der protektive Effekt von Folsäure bei Neuralrohrdefekten bekannt ist, wird immer wieder ein teratogenes Risiko diskutiert. Neben Neuralrohrdefekten wird ein gewisses Risiko für Herzfehlbildungen, Gaumenspalten und Harnwegsanomalien erörtert. Zusammengefasst scheint dieses Risiko, wenn überhaupt vorhanden, nur gering zu sein.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Trimethoprim ist ein Antibiotikum der 2. Wahl in der gesamten Schwangerschaft. Eine prophylaktische Gabe von zusätzlicher Folsäure wird zwar von einigen Autoren diskutiert, lässt sich aber bisher nicht überzeugend belegen.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Penicilline, Cephalosporine, Makrolide.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 10-11 h, Neugeborene: 15-40 h; Proteinbindung: 40%; molare Masse: 290; relative Dosis: max. 9%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 8 mg/kg/d: < 10%; M/P-Quotient: 1,25; orale Bioverfügbarkeit: 100%.

Klinik: Die meisten gestillten Kinder haben keine Symptome. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen. 

Empfehlung:  Penicilline, Cephalosporine und Makrolide sind zu bevorzugen. Falls es das Keimspektrum erfordert, kann auch unter Trimethoprim gestillt werden.

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Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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