Erläuterung zur "Ampel"

Tolperison

Produktnamen:
  • Mydocalm ®
  • Viveo ®
  •  

Tolperison

Erläuterung zur "Ampel"

Tolperison

Produktnamen:
  • Mydocalm ®
  • Viveo ®
  •  

Tolperison ist ein zentral wirkendes Muskelrelaxans/Myotonolytikum aus der Stoffgruppe der β-Aminoketone. Es gehört zu den Myotonolytika vom Lokalanästhetika-Typ. Tolperison besitzt eine hohe Affinität zum Nervengewebe, wobei der Hirnstamm, das Rückenmark und das periphere Nervensystem die höchste Anreicherung aufweisen.

Indikation: Zur Behandlung von schmerzhaften Muskelverspannungen, insbesondere als Folge von Erkrankungen der Wirbelsäule und der achsennahen Gelenke; zur symptomatischen Therapie der Spastizität bei neurologischen Erkrankungen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: KEINE

1. Trimenon: Es gibt keine dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung von Tolperison in der Frühschwangerschaft.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Auch zur Anwendung im zweiten/dritten Trimenon und perinatal liegen keine für eine Risikobewertung ausreichenden Daten vor.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Myotonolytika sind in der Schwangerschaft Ausnahmesituationen vorbehalten.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: Eine Exposition mit Tolperison rechtfertigt weder eine Schwangerschaftsabbruch noch invasive Diagnostik. Zur Bestätigung der normalen Organentwicklung des Feten sollte eine Ultraschall-Feindiagnostik durchgeführt werden.

Besser erprobte Alternativen: Physiotherapeutische Maßnahmen und Antiphlogistika/ Antirheumatika sind der Anwendung von Tolperison vorzuziehen. Kurzzeitig kann die spannungslösende Wirkung des besser untersuchten Diazepam genutzt werden.

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 2,5 h; molare Masse: 281; orale Verfügbarkeit: 100%.

Klinik: Es gibt keine dokumentierten Erfahrungen zur Verträglichkeit einer Dauertherapie für den gestillten Säugling. Eine leichte Sedierung des Kindes wäre denkbar.

Empfehlung: Die Indikation für den Einsatz eines Myotonolytikums sollte in der Stillzeit sehr kritisch geprüft werden. Physiotherapeutische Maßnahmen und Antiphlogisika/ Antirheumatika sind vorzuziehen. Kurzzeitig kann im Einzelfall die spannungslösende Wirkung niedriger Dosen des besser untersuchten Diazepam genutzt werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

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Die Beratung ist kostenlos.