Erläuterung zur "Ampel"

Theophyllin

Produktnamen:
  • Aerobin ®
  • Afonilum ®
  • Bronchoparat ®
  • Bronchoretard ®
  • Contiphyllin ®
  • Cronasma ®
  • Duraphyllin ®
  • Euphylong ®
  • Solosin ®
  • Tromphyllin ®
  • Uniphyllin ®
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Theophyllin

Erläuterung zur "Ampel"

Theophyllin

Produktnamen:
  • Aerobin ®
  • Afonilum ®
  • Bronchoparat ®
  • Bronchoretard ®
  • Contiphyllin ®
  • Cronasma ®
  • Duraphyllin ®
  • Euphylong ®
  • Solosin ®
  • Tromphyllin ®
  • Uniphyllin ®
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Theophyllin ist ein natürlich (zum Beispiel in Teeblättern) vorkommendes Methylxanthin. Es hat Wirkungen auf das respiratorische System wie Relaxation der glatten Bronchialmuskulatur und der Pulmonalgefäße, Verbesserung der mukoziliären Clearance, Hemmung der Freisetzung von Mediatoren aus Mastzellen und anderen Entzündungszellen. Daneben besitzt es auch extrapulmonale Wirkungen, zum Beispiel Minderung des Dyspnoeempfindens, Gefäßdilatation, Relaxation der glatten Muskulatur (Gallenblase, Gastrointestinaltrakt), Inhibierung der Kontraktilität des Uterus. Theophyllin ist plazentagängig.

Indikation: Zur Prophylaxe und Therapie von Atemnotzuständen bei persistierendem Asthma bronchiale oder mittel- bis schwergradiger obstruktiver Atemwegserkrankung (z. B. chronische Bronchitis und Lungenemphysem). Es wird empfohlen, eine Dauertherapie dieser Erkrankungen mit Theophyllin nur in Kombination mit anderen bronchodilatatorischen und entzündungshemmenden Wirkstoffen, wie z. B. lang wirksamen β-Sympathomimetika und Glukocortikoiden durchzuführen.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon: Zahlreiche publizierte Schwangerschaften ergaben keinen Anhalt für eine erhöhte Fehlbildungsrate durch die Anwendung von Theophyllin in therapeutischen Dosen.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Theophyllin wird in der fetalen Leber zu Coffein metabolisiert. Seine Halbwertszeit ist bei Schwangeren verlängert. Während der Spätschwangerschaft wurde unter Theophyllin eine Zunahme der fetalen Atembewegungen (ohne pathologische Relevanz) beobachtet.
Einige Neugeborene, die intrauterin Theophyllin exponiert waren und nahezu therapeutische Serumkonzentrationen von Erwachsenen aufwiesen, zeigten Zeichen einer Theophyllin-Intoxikation, vor allem Zittrigkeit, Tachykardie und Erbrechen. Diese Symptome sollten (beim Neugeborenen) bei Einhaltung der Therapie-Empfehlungen unter Theophyllin nicht häufiger als unter Therapie mit inhalierbaren ß-2-Sympathomimetika oder Glukokortikoiden auftreten, bei der Schwangeren selbst werden sie unter Theophyllin vermehrt gesehen.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

 
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Theophyllin kann in der gesamten Schwangerschaft gemäß den Empfehlungen des Asthmatherapie-Stufenplans verwendet werden. Dabei sollte die Theophyllin-Serumkonzentration zur Dosisanpassung genutzt werden, um Nebenwirkungen bei Mutter und Neugeborenem zu minimieren.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: keine

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 7-9 h, Früh- und Neugeborene: 30 h; Proteinbindung: 40-60%; molare Masse: 180; relative Dosis: 5,8%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 4 mg/kg/d: 10,5%; M/P-Quotient: 0,7; orale Bioverfügbarkeit: 100%.

Klinik: Theophyllin wird auch zur Apnoeprophylaxe bei Frühgeborenen eingesetzt. Via Muttermilch erhält der gestillte Säugling bis zu 10% einer gewichtsbezogenen Kinderdosis. Wegen der beim Neugeborenen verlängerten Halbwertszeit ist eine Anreicherung beim jungen Säugling denkbar. Theophyllin ist nach derzeitigem Kenntnisstand für den gestillten Säugling gut verträglich.

Empfehlung: Theophyllin kann in der Stillzeit verwendet werden.

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