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Erläuterung zur "Ampel"

Stand: 07/2008

Salmeterol

Produktnamen:
  • Aeromax ®
  • Serevent ®
  •  

Salmeterol ist ein weitgehend selektives β2-Sympathomimetikum mit langer Wirkungsdauer (etwa 12 Stunden). Es wird inhalativ verwendet.

Indikation: Zur Langzeitbehandlung von obstruktiven Atemwegserkrankungen, wie z. B. Asthma bronchiale oder chronischer Bronchitis. Bei Asthma bronchiale darf es nicht als alleiniges Medikament verordnet werden. Es sollte zusätzlich zu einer Basistherapie mit oralen und/oder inhalativen Glucocorticoiden verabreicht werden. Salmeterol ist nicht zur Akuttherapie des Asthmaanfalls geeignet.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon: Bei einigen Dutzend publizierten Schwangerschaftsverläufen gab es keine Hinweise auf Teratogenität.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Die Anwendung von Salmeterol laut Asthmastufenplan führt im Allgemeinen zu keinen negativen Auswirkungen auf den Fetus oder das Neugeborene. Bei einer Anwendung bis zur Entbindung sind jedoch fetale Hypoglykämien und Tachykardien möglich. Ein wehenhemmender Effekt ist auch beschrieben.

Nach inhalativer kontinuierlicher hoher Dosis von kurzwirksamen ß2-Sympathomimetika am Ende der Schwangerschaft sind vereinzelt Tachykardien (maternal und fetal) mit Herzrhythmusstörungen beschrieben. Besonders bei Kombination von ß2-Sympathomimetika mit Corticosteroiden steigt die Glukosekonzentration. Dies ist bei einer Schwangeren mit diabetogener Stoffwechsellage zu berücksichtigen.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Salmeterol darf gemäß den Empfehlungen des Asthmastufenplans angewendet werden. Da bei Salmeterol ein höheres Risiko für schwere atemwegsbedingte Ereignisse oder Todesfälle (bei afroamerikanischen Patienten) diskutiert wird, würden wir tendenziell Formoterol vorziehen.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: keine

Stillzeit

Pharmakokinetik: HWZ: 5,5 h; Proteinbindung: 93%; molare Masse: 603; M/P-Quotient: 1; orale Bioverfügbarkeit: 100%. Mütterliche Plasmawerte nach Inhalation gering oder nicht nachweisbar.

Klinik: Es liegen keine Berichte über Symptome beim gestillten Säugling vor, systematische Studien fehlen jedoch.

Empfehlung: Salmeterol darf in der Stillzeit indikationsgerecht angewendet werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

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