Refluxkrankheit

Synonyme oder assoziierte Erkrankungen:
  • (k. A.)

Refluxkrankheit

Synonyme oder assoziierte Erkrankungen:
  • (k. A.)

Refluxkrankheit

Synonyme oder assoziierte Erkrankungen:
  • (k. A.)

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (gastroesophageal reflux disease = GERD) zählt zu den häufigsten Krankheiten des Gastrointestinaltrakts. Eine Tonuserniedrigung des unteren Ösophagussphinkters mit insuffizientem Verschluss und möglichem Rückfluss von Mageninhalt und -säure ist Ursache der Beschwerden. Sodbrennen und Regurgitation sauren Materials sind charakteristische Symptome. Muskelschwäche, einige Erkrankungen, Medikamente, aber auch Rauchen und Schwangerschaft können zur Inkompetenz des unteren Ösophagussphinkters führen. Eine Komplikation ist die Refluxösophagitis.

Besonderheiten einer Therapie in der Schwangerschaft

Eine GERD tritt bei etwa 30-50% der Schwangeren auf, das heißt wesentlicher häufiger als normalerweise. Eine Refluxösophagitis liegt bei schätzungsweise 1-2% der Schwangeren vor. Im 1. Trimenon kann es gelegentlich schwierig sein, schwangerschaftsbedingte gastrointestinale Beschwerden  (wie Emesis, Unverträglichkeit von bestimmten Speisen etc.) von den Symptomen einer GERD zu unterscheiden.

Wie auch außerhalb der Schwangerschaft sollten nicht-medikamentöse Maßnahmen an erster Stelle stehen, z.B. mit dem Rauchen aufzuhören und die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen. Leichtere Beschwerden können zunächst mit einem Antacidum oder einem H2-Antagonisten, wie z.B. Ranitidin, behandelt werden. Bei einer Refluxösophagitis können Protonenpumpenhemmer verordnet werden. Omeprazol ist das in der Schwangerschaft am besten untersuchte Mittel aus dieser Substanzklasse. Zwei Studien, die Registerdaten auswerteten, fanden eine schwache Assoziation zwischen kindlichem Asthma oder Allergien und mütterlicher Therapie mit Protonenpumpenhemmern bzw. H2-Rezeptor-Antagonisten in Schwangerschaft und Stillzeit. Da diese Assoziation unabhängig von Einnahmezeitpunkt bzw. -häufigkeit gefunden wurde, wird auch die mütterliche Erkrankung als Ursache diskutiert. Ein kausaler Zusammenhang ist bisher äußerst fraglich.

Bei unklarem Beschwerdebild kann auch in der Schwangerschaft eine Ösophago-Gastro-Duodenoskopie mit üblicher Prämedikation durchgeführt werden.

Mittel der Wahl

Abhängig von der Schwere der Beschwerden können Antacida, z.B. Sucralfat, der H2-Rezeptor-Antagonist Ranitidin und aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer Omeprazol verordnet werden.

Hinweis

Wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, bitten wir Sie, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen. Hier finden Sie Angaben zum Datenschutz. Die Beratung ist kostenlos.