Erläuterung zur "Ampel"

Permethrin

Produktnamen:
  • Infectopedicul ®
  • Infectoscab ®
  • und Generika

Permethrin

Erläuterung zur "Ampel"

Permethrin

Produktnamen:
  • Infectopedicul ®
  • Infectoscab ®
  • und Generika

Permethrin ist ein synthetisches Langzeit-Pyrethroid, das neurotoxisch auf die Insekten wirkt. Die dermale Resorption von Permethrin ist gering. Weltweit wird eine Zunahme von Resistenzen gegen Permethrin beobachtet.

Indikation: Pedikulose, Skabies.

Erfahrungen in der Schwangerschaft

Erfahrungsumfang: MITTEL

1. Trimenon: In zwei Studien mit über 300 ausgewerteten Schwangerschaften, fast 100 davon im 1. Trimenon, haben sich kein Hinweis auf teratogene Wirkungen von Permethrin gezeigt. Im Tierversuch wurde keine Teratogentität nachgewiesen.

2.-3. Trimenon / Perinatal: Bisherige Beobachtungen sprechen gegen ein fetotoxisches Risiko.

Empfehlungen zur Schwangerschaft

Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Permethrin darf bei Skabies in der Schwangerschaft eingesetzt werden. Bei Läusebefall ist es ein Mittel der Reserve.

Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft: keine

Besser erprobte Alternativen: Bei Skabies keine. Bei Pedikulose ist Dimeticon Mittel der 1. Wahl.

Stillzeit

Pharmakokinetik: molare Masse: 391; systemische Resorption bei lokaler Anwendung ca. 2%.

Klinik:  Aufgrund der geringen systemischen Absorption, des schnellen Metabolismus und der bisherigen Erfahrungen ist ein toxisches Risiko bei Exposition über die Muttermilch nicht zu erwarten.  

Empfehlung: Bei einer Anwendung von Permethrin kann weiter gestillt werden.

Wir brauchen Ihre Angaben und beraten Sie individuell

Da an Schwangeren grundsätzlich keine randomisierten Studien durchgeführt werden dürfen, beruhen Kenntnisse zur Sicherheit von Medikamenten und letztlich auch die Qualität dieser Internetseite auf der Auswertung von klinischen Erfahrungen.

Daher bitten wir Sie, wenn Sie diese Internetseite wegen einer konkreten Schwangerschaft lesen, uns Einzelheiten zu dieser Schwangerschaft einschließlich der verwendeten Medikamente mitzuteilen. Sie können dafür unseren Online-Fragebogen verwenden oder uns anrufen.

Auf diesem Wege können wir Sie auch individuell beraten, wenn Sie dies wünschen.

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Die Beratung ist kostenlos.